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Leistung braucht den ganzen Menschen

Auf Einladung der Waldorfinitiative Wöhrden hielt der Waldorflehrer Herr Röh einen Vortrag über das Lernen an der Waldorfschule.

„Daher wird es sich nicht handeln um die Überlieferung eines Wissensstoffes als solchen, sondern um die Handhabung dieses Wissensstoffes zur Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten“

Mit diesem Zitat von Rudolf Steiner leitete er seinen Vortrag ein, der sich von der Entwicklung des Kindes bis zum Abitur beschäftigte. Jedes Lebensalter hat seine entwicklungspsychologischen Schwerpunkte, auf die die Waldorfschule durch ihre Art des Unterrichtens gezielt eingeht. Ihr Ziel ist es, jedes Kind einzeln zu sehen und auf die Geschichten, die das Kind bzw. der Jugendliche erzählt zu „hören“. Dies kann eine Bemerkung sein oder ein gemaltes Bild oder eine unerwartete Bewegung.

Das Prinzip der Waldorfpädagogik bezieht den ganzen Menschen ein. So ist ein dreijähriges Kind ein „Bewegungsmensch“, der mit allen Teilen seines Körpers die Welt erkundet und versucht seinen Platz zu finden. Das fünfjährige Kind ist dagegen schon ein „Sinnesmensch“, der es gelernt seine Sinne gezielt einzusetzen, um in seiner Entwicklung weiter voranzuschreiten.

Kommt das Kind in die Schule, wird auf seine individuelle Entwicklung geschaut und die ersten Buchstaben und Zahlen werden langsam über Bewegungen und Sinneswahrnehmungen erarbeitet. So entwickeln sich aus der Erkenntnis und dem Staunen die Buchstaben und Zahlen. Das dieses zeitgleich auch in einer Fremdsprache geschieht, ist ebenfalls ein Zeichen der Waldorfschulen. Dort ist Fremdsprachenunterricht seit der ersten Klasse Standard. Ab dem dritten Schuljahr kommt oft die zweite Fremdsprache hinzu.

Durch ihren Epochenunterricht haben die Waldorfschulen einen Zeitraum von drei bis vier Wochen zur Verfügung, um ein Thema vertiefend zu bearbeiten, so dass die Kinder in die Lage versetzt werden sich auch innerlich mit diesem Inhalt zu verankern.

Im fünften und sechsten Schuljahr erfolgt ein weiterer Wechsel bei den Kindern. Es entsteht die „Wieso?-Phase“. In dieser „Phase der Denker“ bietet sich der naturwissenschaftliche Unterricht an, der an die Wieso-Fragen der Kinder anknüpft und durch intensives Beschäftigen mit dem Unterrichtsgegenstand dem Bedürfnis nach Antworten entgegen kommt.

Leistung an der Waldorfschule heißt für das Kind, ich merke, wo ich eine Schwäche habe und arbeite mich da durch. Dieses geschieht mit dem ganzen Menschen, d.h. letztlich nimmt der Kopf nur das ab, was der Mensch schon weiß.

Ein in der Waldorfschule durchgängiges Fach ist die Eurythmie. In der Eurythmie wird die feinere Bewegungsebene der Kinderseele angesprochen. Töne werden mit Gesten sichtbar gemacht, Empfindungen auf einer künstlerischen Ebene zum Ausdruck gebracht. Diese Form der Bewegung soll harmonisierend und ausgleichend auf das Kind wirken, speziell auch in der Form der Heileurhythmie.

Die Schulgemeinschaft der Waldorfschulen ist ein wichtiger Bestandteil der Pädagogik. Durch die Klassen-, Stufen- und Monatsfeiern werden die Kinder vom ersten Schuljahr an daran gewöhnt, vor einer großen Gruppe von Mitschülern und Eltern aufzutreten. Neben der Festigung des Lernen, Darbietens und Stärkung der Persönlichkeit geht es bei dieser Form um den Dreisprung: „Man kennt sich“ – „Man stützt sich“ – „Man nimmt sich wahr“. Daneben stehen regelmäßige (wöchentlich!) Konferenzen und Elternabende, an denen die Frage „Wo steht das Kind in seiner Entwicklung?“ beantwortet wird.

Seinen Vortrag beendete Herr Röh mit einem Zitat von Rudolf Steiner, der schon 1919 forderte: „Deshalb wird ja in unserer Waldorf-Päadagogik so unendlich großen Wert darauf gelegt, dass der Lehrer wirklich das Kind als etwas, was vor ihm steht wie ein Rätsel, das er zu enträtseln hat, anschaut, bei dem er darauf zu kommen hat, was es mit sich bringt. ….Er hat niemals in irgendeiner Weise dogmatisch vorzugehen, sondern er hat das Kind selbst als seinen Lehrmeister zu betrachten.“
In der anschließenden Diskussion wurde auf mitgebrachte Schülerarbeiten verwiesen und über ein breites Themenfeld diskutiert. Deutlich wurde, dass an der Westküste durchaus der Bedarf für eine Alternative zum staatlichen Schulsystem vorhanden ist. Zahlreiche Eltern trugen sich in Listen ein oder notierten sich die Telefonnummer der Vorsitzenden der Initiative Diana Rohde (04839 – 203).