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Täglicher Bus Pendel zur Waldorfschule

Eltern aus Helse organisieren Schülerfahrten nach Wöhrden

Von Astrid Boelter

Heise - Es gibt Eltern, die machen vieles möglich, um ihrem Nachwuchs den Besuch einer Schule ihrer Wahl zu ermöglichen: Beispielsweise gemeinschaftlich einen Kleinbus kaufen und damit einen täglichen privaten Schulbus-Dienst zur Waldorfschule nach Wöhrden organisieren.

Für Jesko, Marcella, Kilian. Jorge und Kim-Bosse. Annemieke und Nele ist der Schulweg besonders weit, denn sie leben im Süden des Kreises und besuchen die 26 Kilometer entfernte freie Waldorfschule in Wöhrden. Jesko, Kilian und Marcella haben aber Eltern, die einiges auf sich nehmen, um den Schulbesuch möglich zu machen.

„Im vergangenen Jahr haben wir uns entschlossen, unsere Kinder bei der Waldorfschule anzumelden, obwohl sie bereits in der Grundschule Helse eingeschult waren", berichtet Markus Dignat als einer der Initiatoren. „Wir haben uns den Schritt wohl überlegt, denn es ist eine freie Schule, die zwar staatlich anerkannt, aber nicht finanziell gefördert wird. Für unsere Kinder war es jedoch die beste Lösung." Also galt es vor allem das teure Transportproblem zu lösen. Dass die Familien Dignat, Engels und Puls eine Fahrgemeinschaft ins Leben riefen, war sinnvoll, und die funktionierte auch cm Jahr lang. Die Eltern hatten einen monatlichen Dienstplan aufgestellt. Und der galt als verpflichtend, zumal sich die Schüler-Gruppe aus dem Süden zum Schulhalbjahr
2007/2008 um Annemieke und Nele Körsgen aus Meldorf vergrößert hatte.
Als dann zum neuen Schuljahr zwei weitere Kinder aus Helse zur Waldorfschule wechseln sollten, stieß der Eltern-Fahrdienst an räumliche Grenzen. Ein Pkw reichte für den Schülertransport nicht mehr aus. Also kauften die Familien Dignat und Engels gemeinsam einen neunsitzigen VW-Bus. Und man hatte auch Pläne, wie die Unterhalts- und Fahrkosten des privaten Schulbeförderungs- unternehmens finanziert werden könnten: nämlich in Form von jährlichen Mietwerbeflächen, schließlich ist der Bus täglich auf den Straßen in Dithmarschen unterwegs, also werbewirksamer als jede Litfasssäule. Schornsteinfegermeister Markus Dignat musste allerdings zunächst „Klinken putzen", was anfangs schwer fiel, aber letztlich erfolgreich war.
„Mit einigem Kraftaufwand ist es uns gelungen, Partner zu gewinnen", gesteht er.

Seit Montag pendelt der Schulbus mit den gemieteten Werbeflächen hilfsbereiter Unternehmer nun wieder täglich zwischen Helse und Wöhrden. Kurz vor Ferienende konnte Markus Dignat den Familienbus bei der Firma Wrigge-Lackierungen in Schmedeswurth abholen. Von den Profis verschönert mit dem eigenen gemieteten Werbeaufdruck sowie dem der Firmen Reifendienst Holtmeier, Habke Heizungs- und Versorgungstechnik sowie Elektrohaus Ehlers aus Marne, Brütt Fliesen aus Helse und dem Ofenfachbetrieb Knüppel aus Hochdonn. Am Steuer der rollenden Litfasssäule sitzen Andrea Dignat und Maike Engels, die im Wechsel mit Bettina Puls pendeln, die einen eigenen Kleinbus hat und anteilig am Fahrdienst beteiligt wird.
(Quelle: DLZ v. 02.09.2008)