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Waldorf muss Schulden machen

Kosten nicht mehr über Spenden zu decken

Landeszuschuss ab 2010

Von Reinhard Geschke

Wöhrden - Seit knapp eineinhalb Jahren gibt es die Waldorfschule in Wöhrden. Seitdem hat sie einen enormen Aufschwung genommen. Heute gehen dort mehr als 106 Kinder zur Schule. Das bringt aber auch finanzielle Herausforderungen mit sich. Deshalb wird sich die Schule wohl ab Frühjahr 2009 verschulden müssen.

„Das ist aber kein besonderes Problem der Wöhrdener Einrichtung", macht Dirk Rohde. Geschäftsführer der Waldorfschule, deutlich. Alle neuen Waldorfschulen müssten in den ersten drei Jahren Schulden machen, weil es in der Zeit noch keine Zuschüsse des Landes gibtDabei geht es der Schule in Wöhrden „außergewöhnlich gut". „Wir haben den Betrieb bisher ohne Kredite finanzieren können", sagt Rohde nicht ohne Stolz. Das ist keine Selbstverständlichkeit, zumal die Schule weit vor den Planungen liegt. Eigentlich waren 80 Kinder anvisiert, inzwischen sind es aber schon 106. „Deshalb haben wir auch früher als geplant mehr Lehrer einstellen müssen", erläutert Rohde.

Finanziell über die Runden ist die Waldorfschule bisher durch Spenden gekommen. „Wir haben sogar ein Einfamilienhaus geschenkt bekommen", freut sich Diana Rohde. Vorsitzende des Fördervereins für die Waldorfschule. Doch solche großen Schenkungen sind eher die Ausnahme. Meist sind es kleinere Beträge, mit denen der Förderverein unterstützt wird.

Zugleich wer den die Ausgaben so gering wie möglich gehalten. „Wir gucken genau hin, ob wir Geräte neu oder auch gebraucht an schaffen", erläutert Rohde. Oft behilft sich die Waldorfschule mit gebrauchten Ausstattungen. „Wir haben jetzt gerade einen kompletten Satz Schulmobiliar erhalten", freut sich Diana Rohde. Zudem würden viele Arbeiten durch ehrenamtliches Engagement erbracht. Dazu gehöre der Einsatz von Eltern in vielen Bereichen. „Wir sind eine Mitmachschule", betont Dirk Rohde. Er selbst macht die Geschäftsführung neben seiner eigentlichen Arbeit ehrenamtlich. Doch weitere Einsparungen sind kaum mehr möglich. „Wir werden im Frühjahr einen Kredit in Anspruch nehmen müssen, um die restlichen eineinhalb jähre bis zu einer Förderung durch das Land überbrücken zu können", so der Geschäftsführer. In den kommenden 18 Monaten rechnet er da mit, dass die Schule einen Kredit in Höhe von rund 480 000 Euro aufnehmen muss. Weil diese Summe in den Schulbetrieb investiert wird und dem keine Werte gegenüber stehen, müssen diese durch Bürgschaften von Eltern oder Freunden der Waldorfschule abgesichert werden. Schlaflose Nächte hat der Geschäftsführer deshalb aber nicht. „Das geht seinen Gang, denn wir benötigen das Geld ja nicht auf einmal, sondern nach und nach", sagt er.

Doch selbst wenn ab 2010 Landeszuschüsse fließen, erhalten Privatschule in Schleswig Holstein nur 80 Prozent der Schulkosten je Schüler (rund 3000 Euro pro Jahr), die es für eine Regelschule gibt. „Das reicht nicht, um die Kosten zu decken, deshalb ist das Schulgeld von 154 Euro im Monat auch künftig wichtig."

Eine wesentlich größere Investition wird der Bau einer neuen Waldorfschule. „Wir sind schon jetzt an der Grenze. Für das nächste Schuljahr brauchen wir weitere Räume." Deshalb wird überlegt, eine neue Schule in Wöhrden zu bauen. Diese soll dann einzügig von der ersten Klasse bis zum Abitur führen. Doch das ist noch Zukunftsmusik, denn das würde eine mehrere Millionen Euro Investition bedeuten. Sicher ist sich Rohde aber, dass sie gerne in Wöhrden bleiben wollen. „Wir liegen hier zentral zwischen Büsum, Heide, Wesselburen und Meldorf', sagt er. Weil die Zeit drängt, soll der Neubau so schnell wie möglich, spätestens bis zum August 2010 fertig sein.
(Quelle: DLZ v. 03.12.2008)