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Druck mit Bruder Herbert

Heider Rentner präsentiert den Waldorfschülern in Wöhrden seine Gutenbergpresse

Von Sonja Bischof

Wöhrden - Den Umgang mit der guten, alten Gutenbergpresse zu lernen - wer hat die Gelegenheit schon? Die Waldorfschüler in Wöhrden hatten Glück.

Herbert Söller (74) aus Heide hat eine Presse aus dem 15. Jahrhundert nachgebaut. Er zeigte sie nun in der Waldorfschule und wie früher damit gedruckt wurde. Nur anhand von Bildern hat Söller das Gerät in 160 Arbeitsstunden gebaut. Seit der Fertigstellung 1999 reist der rüstige Rentner mit der Presse durchs Land. Bei Ausstellungen in Büsum, Husum, Neumünster, Hamburg. Peine bis hin nach Salzgitter hat Sölter die Gutenbergpresse schon erklärt. Der rüstige Rentner zeigt allen Interessierten die Anfänge der Buchdruckkunst.

Passend zur Epoche des 15. Jahrhunderts verwandelte sich Herbert Sölter für den Einsatz in Wöhrden mit einer braunen Kutte in einen Mönch. Als Bruder Herbert und mit einem kleinen Holzschild an seiner Brust stellte sich der Heider den 27 Schülern vor. Er erzählte den Siebtklässlern die Lebensgeschichte des Erfinders Johannes Gutenberg und die Entstehung der Gutenberg Presse.Höhepunkt der Lehrstunde: Jeder durfte die Presse ausprobieren und zum Setzer und Drucker werden. So konnten die Schüler zum Abschluss ihrer besonderen Geschichtsstunde selbst erfahren, wie zu Gutenbergs Zeiten des Buchdrucks mit beweglichen, bleiernen Lettern gedruckt wurde.

Im ersten Schritt suchte sich jeder Schüler die passenden Letter aus dem Setzkasten heraus, um damit den eigenen Namen zu drucken. Ein wenig kniffelig gestaltete sich die Aneinanderreihung der Lettern. denn die Letter werden spiegelverkehrt gesetzt Lediglich auf dem Kopf müssen die Buchstaben aneinander gereiht werden. Paulina Dorn (12) kontrollierte die richtige Lage mit einem Spiegel, was sich auch dann nicht ganz einfach gestaltete,

Nachdem die Letter von Bruder Herbert zur schon vorgefertigten Druckplatte gesetzt wurden, ging es an die Druckerschwärze. Macella Puls(13) rollte die Walze eher zaghaft durch die Druckerschwärze. Unter der fachlichen Anleitung Sölters wurden Lettern geschwärzt, Papier eingelegt und der große Hebel für den Druck bewegt. Zum Abschluss wurde das gedruckte Unikat mit Talg abgepudert, um ein Verschmieren der Druckerschwärze zu verhindern.

Alle weiteren Drucker warteten ungeduldig gedrängt an der Presse, um sich ihr eigenes Unikat zu drucken. So einfach wie sieh manch ein Schüler das vorstellte war es nicht und so wurde an die geplante Doppelstunde eine wettere Schulstunde gehängt, damit jeder genug Zeit zum Drucken hatte.
(Quelle: DLZ v. 15.11.2010=