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Eingangstür von 1634 wird restauriert

Tischler baut frühneuzeitliches Portal bei Elsbe Paulsen in Wöhrden aus

Von Reinhard Geschke

Wöhrden - Nach fast 100 Jahren in der Wand des Gasthofes Oldenwöhrden ist die Tür aus dem Sandsteinportal jetzt ausgebaut worden. In Rabenkirchenholz bei Kropp restauriert der Tischler Peter-Heinrich Voss das Unikat von 1634.

Es ist eines der ältesten und seltensten sein Art in Dithmar sehen: Das Sandsteinportal in Wöhrden stammt von 1634 und könnte viele Geschichten erzählen. So ist das Gebäude in den vergangenen fast 500 Jahren mehrfach abgebrannt - das Portal konnte jedes Mal gerettet werden.

„Zuletzt gab es einen Brand im Jahr 1913", erzählt Elsbe Paulsen, Inhaberin des Gasthofes Oldenwöhrden. Im Anschluss kaufte ihr Urgroßvater Hugo Jahn die Ruine und baute die Gastwirtschaft unter dem Namen „Hotel Dithmarscher Hof wieder auf. Seit 1955 heißt es Gasthof Oldenwöhrden. Viele Informationen gibt es nicht über das Haus und das Portal. Erbaut wurde es von Claus und Wibbeke Willers. Davon zeugen die Namen im oberen Teil des Bauwerks. Zudem ziert der Schriftzug „Gott helb unser Varbe, ein ehrlich Lebe und ein selich Sterbe". Auf hochdeutsch heißt das „Gott hilf unserem Gewerbe, ein ehrliches Leben und seeliges Sterben".

Wie Dr. Astrid Hansen vom Landesamt für Denkmalpflege in Kiel erläuterte, „hat ein derart aufwendiges Sandsteinportal Seltenheitswert in Dithmarschen". Deshalb steht dieses seit 1991 unter Denkmalschutz. Das Portal weise auf Reichtum des Auftraggebers hin, weil das Baumaterial in der Region nicht gängig war und meist nur an Kirchen oder Herrenhäusern und Schlössern verwendet wurde.



Für die kommenden vier Wochen muss Besitzerin Elsbe Paulsen nun auf ihre frühneuzeitliche Tür verzichten. „Sie wird komplett restauriert" Größere Schäden gibt es allerdings nur im unteren Teil der Tür. Diese stammen von eindringender Feuchtigkeit. Positiv überrascht war der Tischler, dass die Tür in einem Stück auszubauen war. Knapp eineinhalb Stunden dauerte diese Aktion.
In der Werkstatt bei Kropp werden nun die verschiedenen Farbschichten abgetragen, sodass der ursprüngliche Ton wieder zum Vorschein kommen soll. Am Ende, so Paulsen, wird nicht nur die Tür, sondern werden auch die Fenster in einheitlicher Farbe erstrahlen.

Außerdem wird das früh neuzeitliche Portal nach dem Umbau im Gasthof wieder der Haupteingang sein. „Mein Urgroßvater hatte die Tür 1913 zwar wieder einbauen lassen, aber sie ließ sich nicht öffnen", sagt Paulsen. Das soll sich bald ändern. Doch nicht nur die Tür,auch im Innern setzt Elsbe Paulsen auf einen gediegenes Erscheinungsbild. So sollen der Buffettschrank hinter dem Tresen aufgemöbelt und das Parkett wieder auf Vordermann gebracht werden. Zudem will Paulsen am Clubraum einen Wintergarten anbauen. Abgeschlossen sein sollen die Bauarbeiten Ende August, die Gaststätte bleibt während des Umbaus geöffnet.
(Quelle: DLZ v. 14.03.2009)