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Wohnprojekt statt Hengststation

Pläne für das frühere Völz-Gelände begeistern Wöhrdener Kommunalpolitiker
Von Martin Köhm

Wöhrden – Vor gut einem Jahr verkaufte Familie Völz ihr großes Gelände im Ort, auf dem sich unter anderem eine Hengststation befand. Käufer Rainer Carstens war noch nicht klar, was er mit den vier Hektar anfangen sollte, hieß es damals. Inzwischen hat er klare Vorstellungen: Dort soll ein Projekt entstehen, das Wöhrden voranbringt.
Auf dem früheren Völz-Gelände plant der Westhof-Geschäftsführer ein generationenübergreifendes Wohnprojekt. „Dort sollen 20 bis 25 Wohneinheiten entstehen – für Junge und Alte, aber gleich barrierefrei und rollstuhlgerecht geplant“, erklärt Heinz-Jürgen Templin (SPD). Der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales lobt Carstens als Visionär, als er während der Sitzung mit dem Umwelt- und Entwicklungsausschuss das Vorhaben erläutert.

Großen Wert lege Carstens darauf, das Mehrgenerationenprojekt ins Dorf zu integrieren. „Da soll keine Enklave entstehen“, sagt Templin. Um die nötige Akzeptanz im Ort zu erreichen, sollen dort Arbeitsplätze entstehen, beispielsweise in einem Bistro mit biologischen Nahrungsmitteln. Groß geschrieben wird der inklusive Gedanke: Auch Behinderte sollen auf dem Gelände Arbeitsplätze und Wohnmöglichkeiten finden. Möglicherweise wird ein Internat für die Waldorfschule errichtet. „Ein Argument für den Ort“, findet Templin.

Aber nicht nur die Planung sagt Templin zu, sondern auch die geplante Finanzierungsform. „Gedacht ist an eine Genossenschaftsgründung. Das hätte unter anderem den Vorteil sozialverträglicher Mieten.“ So würde der Standort auch Jüngeren die Möglichkeit bieten, im Dorf Fuß zu fassen: „In Wöhrden ist es schwer, Mietraum zu finden.“ Templin verweist auf die Genossenschaft Senioren- und Bürgerzentrum in Wesselburen: Dort beträgt die Mindesteinlage 500 Euro, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. „Trotzdem hat jeder unabhängig vom Einsatz das gleiche Stimmrecht“, erklärt Templin. Das vier Hektar große Gelände wird keineswegs zugebaut. „Da ist an einen ländlichen Park gedacht, vielleicht eine Streuobstwiese – eben ein Erholungsgebiet“, sagt Templin, der das Projekt als echten Höhepunkt einordnet. „Das ist unter Gemeinden unserer Größenordnung unvergleichbar.“ Das Gebäude, in dem sich die Schlachterei Völz befand, müsste allerdings Parkplätzen und einer Zufahrt weichen.

Bei Berbe Peters (CDU) stoßen die Pläne auf ähnliche Begeisterung wie bei Templin. „Das Angebot soll Wöhrden komplettieren. Neue Bürger könnten so gewonnen werden“, sagt die Vorsitzende des Umwelt- und Entwicklungsausschusses. Bürgermeister Peter Schoof (CDU) verweist auf die Möglichkeiten der ambulanten Pflege durch die Diakonie: „Gute medizinische Versorgung wäre gewährleistet.“ Wichtig ist Berbe Peters auch das Prinzip „Aus der Region für die Region“: Heimische Betriebe sollen bei der Auftragsvergabe Vorrang haben.

Aber das ist noch Zukunftsmusik. Als Erstes muss eine rund 25 000 Euro teure Machbarkeitsstudie erstellt werden. Davon entfallen 5000 Euro in drei Schritten auf die Gemeinde, der Rest wird durch den Investor und über Fördermittel abgedeckt. „Unsere finanzielle Lage gibt das her“, sagt Bürgermeister Schoof. Jeweils einstimmig empfehlen die Ausschüsse der Gemeindevertretung, bei ihrer Sitzung am kommenden Dienstag der Finanzierung der Studie zuzustimmen. Sollte die Studie das Projekt befürworten und die Landesplanung grünes Licht geben, würde als nächster Schritt eine Einwohnerversammlung einberufen. Dort könnte dann auch die Genossenschaft gegründet werden.
(Quelle: DLZ v. 13.12.2014)