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Ein schmerzhaftes Beispiel

Ohne den Verein Lütt und Groot steht das Kinder-Vogelschießen in Wöhrden vor dem Aus

Von Henning Voß

Wöhrden – Eigentlich ist Jessica Peters eine lebenslustige Frau. Aber zur Zeit macht sie sich Sorgen: „Unserem Verein Lütt un Groot droht die Auflösung, weil niemand in den Vorstand will. Wenn es so weit kommt, gibt es in Wöhrden kein Kinder-Vogelschießen mehr.“

Etwa 150 Kinder aus Wöhrden und Umgebung wären davon betroffen. Lütt un Groot wäre dann ein besonders schmerzhaftes Beispiel für das Kernproblem vieler Vereine: Immer häufiger werden Klagen wegen sinkenden ehrenamtlichen Engagements laut.

Ob der kleine, aber rührige Verein noch eine Zukunft hat, entscheidet sich am Mittwoch, 5. November. An dem Tag beginnt um 20 Uhr im Gemeindebüro an der Meldorfer Straße 15 eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Jessica Peters hofft, dass die meisten der 22 Mitglieder teilnehmen werden. Es ist der zweite Anlauf. Bereits vor kurzem gab es die reguläre Jahresversammlung des erst vor drei Jahren gegründeten Vereins – mit einem ernüchternden Ergebnis: Der komplette Vorstand trat nicht zur Wiederwahl an, neues Personal wurde nicht gefunden. „Ich befürchte, dass die viele Arbeit abschreckt“, vermutet Peters. Zudem leidet der Vorstand unter einer ständigen Fluktuation: „Seit 2011 gab es insgesamt 15 Vorstandsmitglieder. Der ständige Wechsel ließ keine Beständigkeit aufkommen. Hinzu kommt, dass nicht genug Helfer zu finden waren, das hat zermürbt“, sagt die Wöhrdenerin. Sie nimmt an, dass viele den Aufwand der Vorstandsarbeit unterschätzt haben und deshalb schnell wieder damit aufhörten. Immerhin: „Im vergangenen Jahr lief im Vorstand alles gut.“ Jessica Peters gehörte seit 2011 dem Verein an und zählte zu den Initiatoren von Lütt un Groot. Erklärtes Ziel: Veranstaltungen für Kinder auf die Beine zu stellen. Zuvor hatte sich Peters bereits sieben Jahre an den Vorbereitungen des Vogelschießens beteiligt. „Die Arbeit wurde immer mehr. Das sollte mit dem Verein aufgefangen werden“, sagt sie. Nun hat sie ihr Amt als Vorsitzende niedergelegt, das sie seit der Gründung von Lütt un Groot wahrgenommen hat. „Ich schaffe das einfach nicht mehr“, bedauert die 35-jährige Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern. Zum einen hätten sich ihr achtjähriger Sohn Lennart und ihre fünf Jahre alte Tochter Viktoria beklagt: „Besonders in den drei Monaten vor dem Vogelschießen hatte ich fast keine Zeit mehr für die beiden“, sagt sie. Hinzu komme ihre Arbeit als Reinigungskraft an der Waldorfschule und ihre Pflichten als Leiterin der Wöhrdener Gemeindebücherei.

Ein weitere große Rolle bei ihrer Entscheidung ist ihre Gesundheit: „Ich habe Diabetes. Der Arzt hat gesagt, ich darf mich nicht aufregen. Und seit ich nicht mehr Vorsitzende bin, habe ich die besten Werte.“ Aufregung hätte sie im Lütt-un-Groot-Vorstand genug gehabt: „Gerade die Vorbereitung des Vogelschießens ist sehr anstrengend, das sind drei intensive Monate. Dazu gehören Spenden sammeln, Geschenke für 150 Kinder einkaufen und einpacken, Werbung machen.“ Die Liste ist lang. Querelen in der jüngsten Vergangenheit kamen noch hinzu.
Die ersten Auswirkungen der Lütt-un-Groot-Krise spüren die Wöhrdener bereits: In diesem Jahr fällt die Halloween-Fete aus. Immerhin: Stattdessen unternehmen Kinder und Erwachsene einen gemeinsamen Ausflug, der am 24. Oktober in den Hansa-Park nach Sierksdorf führt. Einen Trost hat Jessica Peters: „Halloween und Kinderfasching laufen über den Kulturausschuss weiter. Aber dessen Vorsitzende Berbe Peters schafft auch nicht mehr.“
(Quelle: DLZ v. 22.10.2014)



Feste kein Thema im Ausschuss

Wöhrden (vh) Über das drohende Ende des Kinder-Vogelschießens wurde im Wöhrdener Kulturausschuss bislang noch nicht geredet. „Als Vorsitzende des Kulturausschusses bin ich nicht angesprochen worden, Feste des Vereins Lütt un Groot zu übernehmen. Daher war es kein Thema, über das im Ausschuss entschieden wurde“, teilt Ausschussvorsitzende Käte Templin mit. „Nach meinen Recherchen wird das Büchereiteam die Organisation der Feste Halloween und Fasching übernehmen“, ergänzt Templin in Bezug auf unseren Bericht „Ein schmerzhaftes Beispiel“ von Mittwoch. In dem Bericht ging es um das drohende Aus des Kinder-Vogelschießens, wenn der Verein Lütt un Groot während seiner Mitgliederversammlung am Mittwoch, 5. November, keinen neuen Vorstand bekommt. Das Treffen beginnt um 20 Uhr im Gemeindebüro an der Meldorfer Straße 15.
(Quelle: DLZ v. 24.10.2014)