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Tierische Glücksmomente

Vor dem Hungertod gerettete Ponys finden bei Verst

Von Britta Hamann

Böddinghusen - Shettymix Simon hatte großes Glück. Obwohl der Wallach schon 21 Jahre alt ist und kein reinrassiges Islandpferd, wird er seinen Lebensabend auf einem kleinen Ponyhof in der Nähe von Hannover verbringen und noch mit so manch kleiner Reiterin über grüne Wiesen galoppieren.

Simon ist eins von 20 Islandponys, die vor rund acht Wochen völlig entkräftet von einer Weide in Stelle-Wittenwurth geholt werden mussten. Die Besitzerin hatte die Tiere fast verhungern lassen. Das Amt Hei de-Umland und die Kreistierärztin Christine Bothmann brachten die Ponys auf dem Reiterhof von Gordon Paulsen in Böddinghusen bei Hemmingstedt unter (wir berichteten).
Paulsen und sein Team päppelten die Stuten, Fohlen, Wallache und Hengste wieder auf. Aus total abgemagerten, apathisch wirkenden Tieren wurden wieder lebensfrohe Ponys.

Am Freitagabend wurden die Pferde in Paulsens großer Reithalle versteigert. Mehr als 250 Tierfreunde aus dem ganzen Norden hatten sich eingefunden. So auch Ninja Dupuis, die den Shettymix Simon in einem Internetforum gesehen hatte und extra aus Hannover angereist war, denn „den Simon wollte ich unbedingt haben. So ein Pony fehlt mir noch auf meinem Hof für meine kleinen Reitschüler", sagte die 25 Jährige aufgeregt Denn die Böddinghusener Auktion war ihre erste Teilnahme an einer Versteigerung. Für 600 Euro bekam sie den Zuschlag für Simon und freute sich riesig.

Ninja Dupuis hatte für ihr Wunschpony wohl den weitesten Weg zurückgelegt. Aber auch aus Hamburg. Pinneberg. Itzehoe sowie aus ganz Nordfriesland und Dithmarschen waren Pferdefans dabei. Etwa Moritz Maes aus Barlt, der für seine Tochter einen Isländer er steigern wollte. Doch auch viele Züchter oder Reiterhofbetreiber wollten ihren Bestand mit den einst verwahrlosten Isländern aufstocken. Mit Tränen in den Augen stand eine Züchterin aus Plön vor der Stallbox einer Stute. „Ich habe das Tier vor einigen Jahren an diese skrupellose Besitzerin verkauft. Und nun muss ich es so Wiedersehen". Wegen der ehemaligen Halterin war sogar die Polizei bei der Versteigerung anwesend. Es hatte vorher Drohungen aus ihrem Umfeld gegen die Veranstaltung gegeben.Davon war in der Paulsenschen Reithalle nichts zu spüren. Auktionator Peter Schultes hatte den Hammer gut im Griff und entlockte den Bietern mit witzigen Sprüchen immer höhere Gebote.



Überraschung und Freude über die Kauflust der Pferdefans herrschte beim Team vom Amt Heide Umland. Die Erlöse zwischen 500 und 2800 Euro pro Pony werden die Kosten für die achtwöchige Pflege decken. Die Tiere mussten bei Ordnungsamtschef Klaus Siehl übrigens gleich bar bezahlt werden. um betrügerische Käufer abzuhalten.

Damit hatte Joy Alaine Schilly aus Wennbüttel bei Albersdorf nicht gerechnet. Sie ersteigerte Stute Mari für 1600 Euro. „Das ist mein erstes selbstgekauftes Pferd", sagte die 25 Jährige stolz. „Aber jetzt muss ich schnell zum nächsten Bankautomaten, denn ich hab' nicht genug Geld dabei."
(Quelle: DLZ v. 12.09.2011)