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Käfer als Werkstattwagen und Verkäufe per Handschl


Wöhrden - Die Meifort-Filiale in Wöhrden feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird es am 1. Juni einen Tag der offenen Tür geben.

Walter Schoof, der von 1955 bis 1991 in Wöhrden tätig war. erinnert sich, wie alles anfing vor nunmehr 50 Jahren: „1963 standen wir in der Werkstatt mit unserem damaligen Chef Uwe Keden, als Wilhelm Mohs, der damalige Meifort-Chef, dazu kam. Er teilte uns mit, dass er die Firma übernehmen würde." Der heute 74-jährige Schoof berichtet, wie beeindruckt alle von Wilhelm Mohs waren. Ernst Peters, der von 1960 bis 1988 bei Meifort gearbeitet hat, fügt hinzu: „Es hat uns beruhigt, als Wilhelm Mohs sogleich klargestellt hat, dass wir alle unsere Arbeitsplätze behalten."
Der erste Filialleiter war Robert Weber. „Es lief von Anfang an gewaltig, sodass wir 1964 schon eine neue Werkstatthalle bauten", erzählt er. Ernst Peters leitete die Werkstatt in Wöhrden. „Zu Anfang waren es sieben, später bis zu 20 Leute unter meiner Obhut. Ich habe außerdem in meiner gesamten t Laufbahn gut und gerne mehr als 50 Auszubildende gehabt", fasst er zusammen.

Die ersten Werkstattwagen waren VW-Käfer, erinnern sich Schoof und Peters: „Da wurde der rechte Sitz rausgenommen und eine Kiste mit Werkzeug und Ersatzteilen eingebaut, damit fuhren wir zu den Landwirten. Am Wochenende haben wir dann schon mal wieder den Beifahrersitz eingebaut und einen Sonntagsausflug gemacht." Später war es dann eine Ente -und als der erste VW-Transporter als Werkstattwagen kam, waren alle sehr froh über den Platz für das Werkzeug und die Ersatzteile.

Am Wochenende haben wir dann schon mal wieder den Beifahrersitz eingebaut und einen Sonntagsausflug gemacht."
Herbert Fischer, heute 69, kam 1983 zu Meifort nach Wöhrden und blieb bis zu seiner Rente 2009. Fischer begann damit, Rasenmäher und Kleingeräte zu verkaufen. „Am Anfang haben mich alle nur belächelt, was wir denn mit diesem Zeug sollten", erinnert er sich. „An einem Tag habe ich mal 78 Handrasenmäher und 13 Rasentraktoren direkt vom Lkw runter verkauft, seitdem hat keiner mehr gelacht", erzählt er weiter. Er führte auch einen Reparaturservice für Kleingeräte ein. „Ich hatte damals einen Leitspruch: ,Es ist ein guter alter Brauch, wo repariert wird, kauft man auch."
Auch der heutige Werkstattleiter, Ernst Werner Jacobs, ist schon seit mehr als drei Jahrzehnten in Wöhrden tätig. „Unser Vorteil ist unsere Kundennähe. Die Landwirte wissen, dass wir jederzeit für sie da sind. Das war schon früher so und ist auch heute noch so", betont er.

„Wir sind immer mit der Zeit gegangen und gewachsen. In den 1960er, 1970er Jahren kamen neue Hallen hinzu, Anfang der 1980er dann die Melktechnik und in jüngster Zeit gab es wieder Erweiterungen. Stillstand ist für jede Werkstatt schlecht."

Noch heute schwärmen Herbert Fischer, Ernst Peters und Walter Schoof von den gemeinsamen Fortbildungen. „Wir waren bei IHC in Neuss, haben die Firma Krone besichtigt, hatten Mähdrescherlehrgänge bei Claas in Harsewinkel und viele tolle Aktionen mehr." Aber nicht nur die großen Treffen waren wichtig. „Einmal im Monat mussten wir nach Itzehoe zur Besprechung, und die Geschäftsführer kamen auch öfter vorbei", so Schoof. An der Tradition hat sich nichts geändert, auch der jetzige Meifort-Geschäftsführer Thorsten Ebken schaut regelmäßig in den Filialen vorbei.
Ann Katrin Gerwers/eh
(Quelle: DLZ v. 27.05.2013)