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"Es geht nicht anders"

Schulverband Wöhrden beschließt Kooperation mit Grundschule Hemmingstedt

Von Wiebke Reißig
Wöhrden - Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Die nächsten Wöhrdener Abc-Schützen werden in Hemmingstedt eingeschult.

Der letzte Versuch von Bürgermeister Peter Schoof und seinen Gemeindevertretern, das Ruder noch herumzureißen und eine zusätzliche halbe Lehrerstelle für Wöhrden aus dem Gemeindesäckel zu finanzieren, um klassenweise getrennten Unterricht auch in Wöhrden zu ermöglichen, ist fehlgeschlagen. Das Kultusministerium in Kiel hat etwas dagegen. Die dortige Rechtsabteilung hat den Vorstoß der Wöhrdener abgelehnt mit der Begründung, nur das Land dürfe Lehrer einstellen und bezahlen. Hintergrund sei eine „gerechte" Verteilung von Lehrerstellen, schreibt Schulrätin Sing an Schoof. Eine weitere Begründung oder Paragraphen gibt es in dem Schreiben nicht. Diese Entscheidung hatte Schoof nicht erwartet, da die Gemeinde 1985/86 schon mal finanziell nachgeholfen hatte.

Schweren Herzens stimmten die Mitglieder des Schulverbandes nun in ihrer außerordentlichen Sitzung am Dienstagabend dem Kooperationsvertrag mit der Grundschule Hemmingstedt und damit der Einschulung der nächsten Erstklässler in Hemmingstedt zu. Dies hatte Hemmingstedts Schulleiter Max Lorenzen als Bedingung für eine Kooperation genannt und die Schulkonferenz (Eltern und Lehrer) hatte sich am 23. Mai mehrheitlich für eine Einschulung dort entschieden.

„So bitter das ist: Es geht nicht anders", stellte Bürgermeister Schoof zum nun vorgelegten Kooperationsvertrag fest. „Die Weichen sind gestellt. Die Sommerferien stehen vor der Tür. Es gibt keine Alternative." Der Vertrag gilt jedoch ebenso wie die Entscheidung der Schulkonferenz nur für ein Jahr (siehe Kasten).

„Es ist ganz wichtig, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt", wünschen sich Meike Töwe, Gabriele Kielholz und Ulrike Jungjohann vom Schulelternbeirat einhellig. Auch sie fühlten sich unter Zeit und Entscheidungsdruck. „Wir haben keine Wahl", erklärt Elternbeiratsvorsitzende Ulrike Jungjohann auch ihrer Tischnachbarin, Annegrete Jasper, die den Verlust der Schule beklagt. „Wir haben keinen Schulleiter. Und unseren Kindern fehlen 15 Regel Schulstunden pro Woche. Die wollte jetzt zwar der Schulverband bezahlen. Dann hätte es keine Kooperation mit Hemmingstedt gegeben.

Und in den nächsten Jahren werden es noch weniger Kinder sein. Es ist einfach der Zahn der Zeit." Alle betroffenen Eltern seien auch gegen eine Mischklasse aus erstem und zweitem Jahrgang gewesen. Außerdem haben viele Eltern die Unterrichtszustände an der Wöhrdener Schule kritisiert. „Dass man angesichts dieser desolaten Situation beschließt, die Kinder nach Hemmingstedt zu geben, ist deshalb sehr wohl verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert" und sei nicht etwa aus einer Laune heraus beschlossen worden.
(Quelle: DLZ v. 16.06.2005)