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Waldorf-Pädagogik kennen lernen

Initiative will Schule bis zum Sommer in Wöhrden ins Leben rufen
Von Heiko Kroll

Wöhrden - Die Meinungen sind und bleiben geteilt: Waldorf-Pädagogik sorgt bei den einen für strahlende Augen, bei den anderen für Stirnrunzeln. Dass Wöhrden voraussichtlich ab Sommer diesen Jahres Standort einer Waldorfschule sein soll, ist bekannt. Doch die Frage, was Waldorf-Pädagogik eigentlich bedeutet, wissen selbst viele Kritiker nicht immer eindeutig zu beantworten.

Um den Wöhrdenern einen ersten Einblick in diese Thematik zu ermöglichen und sicherlich auch um Vorbehalte gegen du Waldorf Pädagogik abzubauen, wurde in der Wöhrdener Sporthalle ein Eurythmie-Nachmittag veranstaltet. „Eurythmie ist ein Hauptfach an Waldorfschulen", erklärt Katinka Bandtel, Lehrerin an der freien Waldorfschule Kiel.

Die Eurythmie enthält viele Elemente, die alle mit Bewegung verbunden werden. Aber es sei viel mehr als „einfaches Turnen oder Tanzen". Mit der Bewegung würden vor allem künstlerische und kulturelle Themen verknüpft, führt die Pädagogin aus. Es gehe dabei um Musik. Poesie, um Sprache und um die Fähigkeit. Konflikte zu lösen, ohne dabei aggressives Verhalten mit weiteren Aggressionen zu begegnen.

Auch in der Integration habe die Waldorfpädagogik, insbesondere die Eurythmie beachtliche Erfolge zu verzeichnen, berichtet Katinka Bandtel. Ein Beispiel sei der Unterricht mit ei nein autistischen Kind, das nicht sprechen wollte (oder konnte). Nach kurzer Zeit habe sich herausgestellt, dass dieses Kind mit dem Sprechen begann, sobald Sprache mit Bewegung verbunden wurde.Die Waldorf-Pädagogik sei je doch keine „Ausnahme Schulart'' für schwierige Fälle, sondern eine Schulart, deren Schüler sich, wie andere auch dem „ganz normalen Abitur" unterziehen müssten, bevor sie etwa ein Studium beginnen können. Damit seien Waldorf-Schüler ebenso verpflichtet, Rechnen. Schreiben, Lesen und Fremdsprachen zu lernen, wie alle Schüler.
Fremdsprachen stünden hier sogar sehr viel früher auf dem Lehrplan als anderswo.„Waldorf Pädagogik ist keine Geheimlehrc", sagt Katinka Bandtel. Es gebe nur sehr viel Klärungsbedarf, und dieser Nachmittag in Wöhrden habe sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Zunächst fremdelten" die Gäste ein wenig um sich dann aber doch in die ungewohnte Kombination aus Wort und Bewegung einzufinden.





Dass es eine Waldorfschule in Wöhrden geben wird, da ist sich Diana Rohde, Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt des Schulstandorts Wöhrden, sicher. „Derzeit wird ein Gründungslehrer gesucht, der das Kollegium zusammensetzen wird", sagt Rohde. Oh die Waldorfschule im August an den Start gehen kann, hängt aber nicht nur von dem Lehrer ab, sondern auch davon, die- freien Räume in der Grundschule mieten zu können. Rohde, die selbst Gemeindevertreterin ist, hat dafür schon einen Antrag an den Schulverband und die Gemeinde gestellt. Bürgermeister Peter Schoof steht dem Projekt positiv gegenüber »Wenn die Schule gegründet wird, kann sie in das Schulgebäude."

Die Entscheidung, ob die Schule im August dieses Jahres oder erst im August 2007 startet, soll Anfang April fallen. Interesse, so Rohde, für die erste Klasse gebe es von zwölf Eltern. Insgesamt benötigt sie aber 20 Schüler für die erste und 20 Schüler für die zweite Klasse, „Nur dann lässt sich der Elternbeitrag relativ gering halten. Rohde will versuchen, den Beitrag auf unter 200 Furo pro Monat zu drücken. Zudem müsse die neue Schule drei Jahre ohne Landeszuschüsse auskommen, die erst danach fließen.Für die Wöhrdener Waldorf schule sucht Rohde übrigens noch Sponsoren. Für weitere Fragen steht Diana Rohde unter Tel. 04839 203 Rede und Antwort

Ursprung der Waldorf-Pädagogik

Die Waldorfpädagogik geht zurück auf den 1861 im heutigen Kroatien geborenen Philosophen, Pädagogen Naturwissenschaftler und Esoteriker und Begründer, Rudolf Steiner. Er begründete die Anthroposophie.
Nach seinen Lehren wurde 1919 in Stuttgart eine Betriebsschule in der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Von der Zigarettenfabrik erhielt die pädagogische Bewegung Rudolf Steiners, der der erste Schulleiter der Astoria-
Betriebsschule war, ihren Namen. Rudolf Steiner starb am 30. März 1925 in der Schweiz. Frühe Kritiker warfen der Waldorf Pädagogik ihren mehr oder minder stark esoterischen Charakter vor, den manche so gar als rassistisch behaftet interpretierten. Heute richtet sich die Kritik vorwiegend gegen den Verzicht auf Schulnoten bis zur Oberstufe und gegen die recht unkonventionellen Lehrmethoden.
(Quelle: DLZ v. 24.02.2006 - Mo )