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Todesstoß für Wöhrdener Schule

Eltern mit großer Mehrheit für Beibehaltung der Kooperation mit Hemmingstedt
Von Wiebke Reißig

Wöhrden - Der Kampf scheint zu Ende, noch bevor er richtig begonnen hat. Die letzte Entscheidung der Schulverbandsversammlung Wöhrden steht zwar noch aus, aber die Vorsitzende des Fördervereins Grundschule Wöhrden, Diana Rohde, streckt die Waffen.
„Unser Verein will sich nicht über die Köpfe der Eltern hin wegsetzen", betont sie gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Deshalb hat sie zum Ende der internen Elternversammlung am Mittwochabend in Wöhrden den dort anwesenden Vertretern des Schulverbandes empfohlen, die Kooperation mit Hemmingstedt doch beizubehalten. Damit wäre das schnelle Ende der Grundschule Wöhr den besiegelt.

Hier würde höchstens noch ein weiteres Jahr unterrichtet „Schulleiter Lorenzen aus Hemmingstedt hat angeboten, die jetzigen Klassen 2 und 3 (nächstes Jahr also Klassen 3 und 4) noch ein Jahr lang weiter in Wöhrden zu unterrichten, wenn die Eltern es wünschen", erklärt die Vorsitzende des Elternbeirates, Maike Töwe. Im darauffolgenden Schuljahr wäre der Aufwand dann für nur eine verbleibende Klasse in Wöhrden zu groß.

Der Elternbeirat (Befürworter der Hemmingstedt Kooperation) halte zu der Elternversammlung eingeladen. Am Abend zuvor hatte der Förderverein Grundschule seinerseits Eltern und Dorfbewohner eingeladen, um für den Erhalt des Schulstandortes Wöhrden durch eine neue Kooperation mit Büsum zu werben. „Wenn der Förderverein früher gegründet worden wäre, - vor der Kooperation mit Hemmingstedt - hätten wir sicher bessere Chancen gehabt", sagt Rohde. Nun waren die Weichen bereits gestellt.
Für Hemmingstedts Schulleiter Max Lorenzen, der nun auch in Wöhrden Regie führt, gebe es „viele Lobesworte" von den Eltern, erklärt Maike Töwe. Sogar Bürgermeister Peter Schoof hatte ihm auf der Versammlung „volle Anerkennung" für seine Arbeit ausgesprochen. „Aber: Der Preis - Fortsetzung der Kooperation bei gleichzeitigem Aus für unsere Schule - dieser Preis ist mir zu hoch", erklärte Schoof dort eindringlich.

Die Eltern der jetzigen Erstklässler hätten auf der Versammlung jedoch bekräftigt. dass sie ihre Kinder in Hemmingstedt lassen wollen, berichtet Töwe. Vertreter des Schulverbands Wöhrden hatten wissen wollen, ob vielleicht ein Zurückkommen infrage käme.
Da auch Norderwöhrden eine Zusammenarbeit mit Büsum ablehnt, weil der Weg zu weit ist, verbleiben nur etwa acht Wöhrdener Kinder für die neue erste Klasse im Dorf. Eine Miniklasse, die Schulrätin Angelika Sing nicht genehmigen möchte, zumal der Förderverein Grundschule darum bitten müsste, ohne die massive Elternfront hinter sich zu haben. Stattdessen hat er eine entschlossene Pro Hemmingstedt Elternfront gegen sich.

„Auch unser Herz hängt an der Wöhrdener Schule", erklärt Maike Töwe gegenüber unser Zeitung. „Dass der Standort ausläuft, liegt nicht an der Kooperation, sondern daran, dass nicht genügend Kinder da sind. Und wenn die Ostroher so sehr für ihre Schule gekämpft haben, wie Schulleiter Lundt am Dienstag erzählte, hat das wohl den Grund, dass sie mit ihrer Schule sehr zufrieden waren. Hier hatten die Eltern je doch ein Stück weit ihr Vertrauen in die Schule verloren."

Schulrätin Sing hatte bei der Versammlung auch darauf hingewiesen, dass eine amtsübergreifende Trägerschaft der Schulen Büsum/Wöhrden ab 2007 schwierig werde (dann steht eine Gesetzesänderung an). So seien schließlich auch Eltern, die Fördervereinsmitglieder sind, in ihrer Meinung umgeschwenkt, berichtet Diana Rohde. „Am Ende war Tenor: Dann halt doch Hemmingstedt. Es ist wirklich schade." Aber wenn es nun so gewollt sei „darf später keiner meckern.


Wie geht es weiter?

Der Wöhrdener Schulverband wird in der nächsten Woche, am Donnerstag, l. Dezember. lagen und über die Beibehaltung der Kooperation mit Hemmingstedt bzw. eine neue Zusammenarbeit mit Büsum entscheiden. „Ich hoffe, dass dort der Elternwunsch zum Wohl der Kinder Ernst genommen wird", sagt Elternbeiratsvorsitzende Maike Töwe. Bleibt es bei Hemmingstedt, sollen die Eltern der Zweit- und Drittklässler abstimmen, ob sie für ein Jahr lang weiter Schulunterricht in Wöhrden oder lieber in Hemmingstedt wünschen. Die Abstimmung erfolgt wohl erst im nächsten Jahr.

Der Förderverein Grundschule will jetzt zunächst seine Mitglieder über den neuesten Stand informieren und dann überlegen, was mit dem Wöhrdener Schulgebäude geschehen soll, wenn dort nicht mehr unterrichtet wird.

Appell zur Versöhnung

Einen Appell zur Versöhnung richtete Bürgermeister Peter Schoof an die Wöhrdener. Er bat Eltern, die sich „heillos zerstritten" haben, „weil sie unterschiedlicher Meinung in der Schulfrage" sind, aufeinander zuzugehen. „Wenn der Grundsalz gelten sollte: .Wenn mein Gegenüber nicht mit mir übereinstimmt, spreche ich nicht mehr mit ihm" dann hätten wir in Gremien wie der Gemeindevertretung, Vereinen und Verbänden nur Auseinandersetzungen, die jede gesellschaftliche Struktur zerstören und ein Miteinander unmöglich machen würde." Auch Mütter baten um ein Ende des Streits und appellierten an den Schulverband, einen Schlussstrich zu ziehen, damit Ruhe einkehren könne, berichtet Maike Töwe.