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Heinrich Scheidemann: Der Hebbel aus Wöhrden?

Spurensuche - Die Geburtsstätte bedeutender Orgelmusik

Von Wiebke Reißig

Wöhrden - Auch Wöhrden hat einen berühmten Sohn. Allerdings ist diese Tatsache sicher nicht einmal allen Einwohner bekannt.

Denn wer weiß schon, dass der bedeutende norddeutsche Komponist und Organist Heinrich Scheidemann in Wöhrden geboren ist? Das soll sich ändern.

Der ausgeschiedene Gemeindevertreter und WGW Vorsitzende Uwe Vornheim hat die Spurensuche aufgenommen und der Gemeinde vorgeschlagen, mehr über das Leben des Komponisten in Erfahrung zu bringen. Sicher wäre Heinrich Scheidemann es dann wert, als ein Sohn des Ortes gewürdigt zu werden - zumindest mit der Ehre, eine Straße nach ihm zu benennen, später vielleicht mit Veranstaltungen, ähnlich wie Friedrich Hebbel in Wesselburen und Klaus Groth und Johannes Brahms in Heide.Die Gemeindevertreter haben natürlich nichts dagegen.

Uwe Vornheim hat bereits in Musikbrockhaus und im Internet gestöbert und festgestellt „Über die Werke von Scheidemann gibt es viel, über seine Biographie ist aber nur sehr wenig zu finden." Nicht einmal das Geburtsdatum ist bislang genau bekannt: „Um 1596" heißt es zum Beispiel im biographisch bibliographischen Kirchenlexikon und anderen Unterlagen, vereinzelt wird „um 1596 gegeben. Über den Geburtsort „Wöhrden/ Holstein" gibt es aber offenbar keinen Zweifel.Auch der Vater von Heinrich Scheidemann, David Scheidemann, war Organist, und zwar eben um diese Zeit in Wöhrden. „Circa 1604" bekam er eine Stelle als Organist an der St Katharinenkirche in Hamburg, was häufiger Eingang in die veröffentlichten Biographien findet, denn Heinrich Scheidemann wurde später dort Nachfolger seines Vaters.

Nachdem er „seine erste musikalische Ausbildung wohl bei seinem Vater" erhalten hatte (Kirchenlexikon), wurde Heinrich Scheidemann zum Studieren in die Fremde geschickt. Von 1611 bis 1614 durfte er bei dem damals berühmtesten Organisten Europas, Jan Pieterszoon Sweelinck. in Amster dam in die Schule gehen.Später als Organist in St. Katharinen erlangte er nicht nur eine bedeutende Stellung im Hamburger Musikleben, sondern als Orgellehrer und Fachmann hohes Ansehen in ganz Norddeutschland. Scheidemann verband den Sweelinckschen Stil mit den Besonderheiten der norddeutschen Barockorgeln und wirkte damit stilbildend, heißt es in dem Lexikon. Er gilt als führender Orgelkomponist der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Besondere Bedeutung erlangten: unter anderem seine Choralvorspiele.

Der Komponist starb Anfang 1663, als in Hamburg die Pest wütete.Uwe Vornheim hat inzwischen auch an die Hamburger Kirchengemeinde St Katharinen geschrieben in der Hoffnung. von dort mehr über das Leben des gebürtigen Wöhrdeners zu erfahren.
(Quelle: DLZ v. 16.07.2004)