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Wie hoch dürfen Windräder ragen?

Wöhrdens Gemeindevertreter diskutieren mit Bürgern die Zukunft der Windkraft

Von Jörg Jacobsen

Wöhrden - Die landesweite Höhenverordnung für Windkraftanlagen ist gefallen und nun liegt es an den einzelnen Gemeinden, neue Kappungsgrenzen festzulegen.

In Wöhrden sind Bürger und Gemeindevertreter noch uneins, wie hoch hinaus zukünftig gebaut werden darf.
Da die technischen Einspeisemöglichkeiten für Strom aus Windenergie im Raum Wöhrden zurzeit erschöpft sind, wird bis zum Jahr 2007 keine weitere Anlage errichtet. Erst in gut zwei Jahren soll eine neue Hochspannungsleitung kommen. „Wir sind also gut im Zeitplan", meinte Bürgermeister Peter Schoof (CDU) während der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Der neue Landeserlass sieht Höhenbegrenzungen (bislang 100 Meter) innerhalb der Windenergie-Vorrangflächen nicht mehr vor. „Über entsprechende Planungen kann die Gemeinde aber selbst Einfluss nehmen", erklärte Architekt Hermann Dirks. Dabei gilt: Je höher die Windkrafträder in den Himmel ragen, desto größer muss der Abstand zwischen den ein­zelnen Türmen gewählt werden — die Anzahl pro Fläche nimmt folglich ab. Der Haken für viele Anwohner: Werden 100 Meter mit der oberen Flügelspitze überschritten, müssen Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Rumpf und Flügelspitzen werden in Signalfarben lackiert und farbige Blinklichter installiert.

Gemeindevertreter der SPD warnten vor einer möglichen Beeinträchtigung für die Gemeinde durch zu große Windkraftanlagen und deren so genannte „Befeuerung". Ob man die Höhe auch auf 80 Meter begrenzen könnte, wollte SPD-Fraktionschefin Käte Templin neugierig wissen. „Dafür müssen sie sich aber eine ziemlich gute städtebauliche Begründung ausdenken", meinte Hermann Dirks. Sichtprobleme auf den historischen Ortskern und die schöne Landschaft ringsherum seien kaum stichhaltige Argumente, um solch enge Grenzen bei den zuständigen Behörden zu rechtfertigen.

Einige Bürger forderten scherzhaft keinerlei Regulierung, damit die zahlreichen Tiefflieger über der Marsch den Ort zukünftig mieden — Lärmschutz einmal anders. Vielen Gemeindevertretern erschien dieser Vorschlag gar nicht so schlecht, schließlich würde man sich vor allem über Investitionen in neue Anlagen und natürlich Gewerbesteuern freuen. Denn der zu Anfang für Wöhrden prognostizierte finanzielle Aufwind durch die regenerative Energieform blieb bislang aus. Bürgermeister Schoof: „Wir warten noch auf den wärmenden Regen."

Bevor eine endgültige Entscheidung in Wöhrden gefällt wird, will der Bau- und Wegeausschuss über das Thema diskutieren.

(Quelle: DLZ vom 06.10.2004)