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Zum Anlassen die Handkurbel drehen

Seltene Schätze beim Motorrad-Oldtimertreffen in Wöhrden

Von Gesche Kern

Wöhrden - Hohe Geschwindigkeiten, laut quietschende, durchdrehende Reifen. Qualm und Lärm - so stellen sich viele ein Motorradtreffen vor. Dass es auch anders geht, bewiesen die Motorradfreunde, die am Oldtimertreffen in Wöhrden teilgenommen haben.

Für vier Tage hatte die Gemeinde Wöhrden rund 30 Motorradfahrer nach Dithmarschen eingeladen. Betreut wurden die Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden von Ernst Peters (78), der selbst ein passionierter Motorradfahrer ist. Einige Biker waren bereits zwei Tage auf ihrem Gefährt unterwegs, bevor sie am Mittwochabend in Wöhrden ankamen. „Das ist eine echte Leistung, denn wir haben es hier nicht mit neumodischen Maschinen zu tun. Die meisten kommen aus der Vorkriegszeit", erklärt Peters.

Tatsächlich ist keine der Maschinen jünger als 56 Jahre. Das älteste Motorrad wurde so gar 1919 erbaut. „Dabei handelt es sich um eine ,Mars' mit einem Maybach Motor", berichtet Peters mit einem Blitzen in den Augen. „Sie ist sehr selten und muss sogar noch mit einer Handkurbel angelassen wer den." Den 30 Fahrern und Beifahreren kommt es auf ihren Touren nicht auf Geschwindigkeit an. sondern darauf, etwas von der Umgebung mitzubekommen, was auch ohne Probleme möglich ist, denn kaum eine Maschine erreicht die Geschwindigkeit von 100 km/h.

Nach den Touren, die von Ernst Peters akribisch geplant und vorher abgefahren wurden, beschäftigen sich die Fahrer mit der Wartung ihrer Maschinen. „Da müssen Schrauben nachgezogen, der Ölstand geprüft und das Fahrzeug gereinigt werden", so Peters. „Das macht aber den Reiz an den Maschinen aus. Die ganze Technik ist einfach faszinierend. Das Plastik an den neuen Maschinen verhindert heutzutage den Blick auf die Motoren."

Dass es den Besitzern der Motorräder vor allem auf die Technik ankommt, sieht man auch bei der Wahl des schönsten Gefährtes, denn dort gewann keine bunte, blank polierte Maschine, sondern eine „Humber Tourist". Dieses Solomotorrad aus dem Jahre 1924 erscheint für den Laien eher unscheinbar, während der Kenner „die ausgefeilte Technik bewundert". Zum schönsten Motorrad mit Beiwagen wurde die „Ardie", Baujahr 1929, ausgezeichnet.

Am Sonnabend brachen die Motorradfahrer zu ihrer letzten großen, gemeinsamen Tour dieses Treffens nach Nordstrand auf, um von dort mit einem Planwagen zur Hallig Südfall überzusetzen. „Für den letzten Tag mit allen Fahren ist das noch einmal ein Höhepunkt". berichtet Organisator Ernst Peters.

Für die 4-jährige Theresa. die mit ihrer Mutter und ihren Großeltern an dem Treffen teilnahm, waren aber vor allem die Fahrten im Beiwagen die Höhepunkte des verlängerten Wochenendes.
(Quelle: DLZ v. 04.09.2006)