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Wöhrdener waren sicher vor den Fluten

Rückblick in die frühe Geschichte der Gemeinde: Horst Ploog berichtet über die Besiedlung der Wurt

Von Rüdiger Möller

Wöhrden - „Wir feiern demnächst unser 725-jähriges Jubiläum, aber eigentlich müsste man 1000 Jahre dazurechnen"

Horst Ploog ist sicher: Wöhr den ist erheblich älter als die urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1281, bei der es zusammen mit zwölf anderen Dithmarscher Kirchspielen erstmals genannt wird, schließen lässt. Das erklärte der Wöhrdener Chronist in seinem Vortrag „Dat kummt allns as dat schall: De Kerdball. Dith marschen. Olden Wurden Wöhrden" in der St. Nicolai Kirche. Es war der zweite Teil seiner plattdeutschen Vortragsreihe über die Wöhrdener Geschichte. Auf informative und humorvolle Art berichtete Horst Ploog über die Entwicklung des Marschendorfes von der im Dunkel der Geschichte liegenden ersten Besiedlung, über die Zeit der Eindeichung bis zum Bau von Klinkerstraßen. Interessiert lauschten die Zuhörer dem Referenten, der auch Verfasser der Chronik der Gemeinde Wöhrden' aus dem Jahr 1997 ist.

Der Aufbau der Kirchenwurt ist durch archäoiogische Bohrungen inzwischen gut dokumentiert. "KeineSturmflut hat die Wöhrdener Wurt überflutet" wusste Ploog zu berichten, selbst bei der zweiten "Groten Mandränke" von 1634 seien im damaligen „Oldenwurden" keine Todesopfer zu beklagen gewesen. Dies sei auf die besondere Höhe der dicht besiedelten Wurt zurückzuführen, die damals mit etwa 5,75 Meter (seit 1788 sogar (6,24) über Normal Null zu den höchsten an der Westküste gehörte. Mit reichhaltigem Kartenmaterial und historischen Fotografien stellte Ploog die Veränderungen und Kontinuitäten im Marschendorf dar. So überraschte er mit einer Karte, auf der die Lage der früher um die Wurt arrangierten Höfe eingezeichnet ist, wie etwa der heute nicht mehr existente, reiche .Vester Hof' auf dem Gelände des Ehrenmals. Eine interessante Deutungsmöglichkeit des Ortsnamens führte Horst Ploog ebenfalls an. So brachte er den altertümiichen Namen .Wurden' mit dem Begriff .Werder' (als ursprüngliche Bezeichnung für eine Flussinsel) in Verbindung und verwies auf die Lage der alten Siedlung zwischen zwei Prielen.

Ein besonderes Anliegen ist es Ploog, den historischen Ortskern der Gemeinde zu bewahren: „Wir alle sind verantwortlich dafür, diesen zu erhalten, die Straßenführung darf nicht verändert werden. Auch bei notwendigen Neubauten sollte auf die Einhaltung der ursprünglichen Haushöhen geachtet werden".

*Die plattdeutsche Vortragsreihe von Hortst Ploog wird am 23. September fortgesetzt.
(Quelle: DLZ v. 05.04.2006)