Sehenswürdigkeiten
  Geschichte     Gewerbe 1     Gewerbe 2     Kultur     Links     Menschen aus Wöhrden     Partnerschaft     Pressetexte bis 2006     Pressetexte ab 2007     Pressetexte ab 2011     Pressetexte ab 2015     Politik     Veranstaltungen     Vereine  
St. Nicolai-Kirche
Materialienhaus
Sandsteinportal
Windmühle "Germania"
Mauerraute
Park
Kulturpfad
Historischer Ortskern
Allgemein:
Startseite
Gästebuch
Anreise - Routenplaner
Grundschule Wöhrden
Freie Waldorfschule Wöhrden
Ortsplan
Veranstaltungskalender
Übersicht
Impressum
Datenschutzerklärung

Der Park

Hofbesitzer Detlef Rolfs, Nannemannshusen, Gemeinde Norderwöhrden, dem die Vester'sche Hofstelle im Kirchort Wöhrden gehört, möchte das gesamte Areal zu einer Grünanlage mit einem Kriegerdenkmal für gefallene und vermisste Soldaten des 1. Weltkrieges umgestalten.

Am 20. Juli 1926 treffen sich in Wöhrden Einwohner der Gemeinden Süder- und Norderwöhrden und Friedrichsgabekoog zur Besprechung dieses Planes. Ab 28. September liegen Entwürfe von Karl Schmidt, Wöhrden, zur Gestaltung des Denkmalplatzes sowie eines Ehrenmales bei Kaufmann Möller zur Einsichtnahme aus. Am 10. Dezember stiftet Bauer Rolfs der Bauerschaft (Gemeinde) Wöhrden die oben beschriebene Hofstelle, mit der Auflage, dass auf diesem Platz keine anderen Gebäude errichtet werden dürfen. Die Bauerschaftvertretung nimmt die Schenkung erfreut an. Am 31. Januar 1927 wird das Vester'sche Hofgebäude für 810,-- Reichsmark zum Abbruch verkauft.

Nachdem die nicht unerheblichen Erdarbeiten abgeschlossen sind, der Bau des Sandsteinehrenmals mit den darin eingemeißelten Namen der gefallenen und vermissten Soldaten des 1. Weltkrieges der Gemeinden Süder- und Norderwöhrden und Friedrichsgabekoog und die Natursteintreppe fertig sind, Busch- und Baumanpflanzungen getätigt und die Rasenflächen angesät sind, findet im Mai 1930 in Anwesenheit der Wöhrdener Obrigkeit und unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft die feierliche Einweihung statt.

Am 3. Oktober vermacht D. Rolfs der Bauerschaft Wöhrden eine in Tetenbüll, Nordfriesland, gelegene 2,7859 ha große Weide. Deren Pachterlös soll die Unterhaltung und Pflege der Anlage und des Ehrenmals sichern.

Um der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges zu gedenken, entscheidet die Gemeindevertretung, in das Ehrenmal schwarze Steinplatten einsetzen zu lassen. Sie werden 1953 über die alte Beschriftung gesetzt und enthalten die Namen der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege. Nach der Eingemeindung Ketelsbüttel finden 1979 auch jede Soldaten am Ehrenmal ihren Platz.

Im Rahmen der Dorferneuerung Wöhrden wird die Parkanlage in großen Bereichen gärtnerisch neu gestaltet.

Aber letztendlich ist es dem Bauern Detlef Rolfs zu verdanken, dass es heute diese wunderschöne Anlage gibt, die in Dörfern dieser Größenordnung ihresgleichen sucht.
(aus: Geschichte der Gemeinde Wöhrden, S. 192 - 194)