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Die Windmühle "Germania

Germanias" Tage sind gezählt

Wöhrdens Windmühle wird abgebrochen — Die heilen Flügel nach Westerdeichstric

Ganz gleich aus welcher Himmelsrichtung der Wanderer oder Autofahrer Wöhrden ansteuert, schon weiter Ferne grüßt ihn das Wahrzeichen des alten Marschendorfes, die Windmühle „Germania" des Mühlenbesitzers Detlef Glöer.

Die Mühle, die aus dem Jahre 1847 stammt, ist im Umkreis von zwölf Kilometern die einzige Windmühle. Da früher in diesem Raume dreizehn Mühlen ihre Flügel im Winde drehten, wäre es für die Naturfreunde eine Genugtuung gewesen, wenn dieses vertraute Wahrzeichen der Landschaft erhalten geblieben wäre.

Leider sind aber die Tage der „Germania" gezählt.· Seitdem in einer Sturmnacht vor etwa sieben Jahren der Wind ihr einen Flügel zerbrach, dreht sich das Mühlenkranz nicht mehr, Der Eigentümer scheute bei der Unwirtschaftlichkeit der Müllerei mit Windbetrieb die hohen Reparaţurkosten und stellte deshalb seinen Betrieb ganz auf Motorkraft um.

Nachdem beim letzten Februar-Orkan die Windrose zerbrach und noch sonstige Schäden eintraten, hat sich Müller Glöer endgültig entschlossen, die Mühle abzubrechen die noch brauchbaren Flügel werden demnächst abmontiert und mit dem schadhaften Kreuz der Mühle in Westerdeichstrich die auf Beschluss der Gemeindeverwaltung der Nachwelt erhalten werden soll, ausgewechselt.

Meister Glöer hat jetzt in der Restmühle nach Entfernung der alten Gänge und der Mahlsteine eine moderne vollautomatische Schlagmühle mit 8000 Umdrehungen einbauen lassen. Das Getreide wird hierbei mit einen Eimerbagger von unten nach oben den Schrotgang gezogen. Das Schrot fällt wieder nach unten durch, um dann mit Luftdruck über einen besonderen Schacht erneut nach oben in die Mischmaschine gedrückt zu werden. Die Mühle arbeitet vollkommen staubfrei.
(Der Beitrag stammt aus der Dithmarscher Landeszeitung aus dem März 1962)