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Wöhrdener Kageln

Die Wöhrdener Kageln sind eine Trachtengruppe. Der Name setzt sich zusammen aus dem Ortsnamen „Wöhrden" und der Bezeichnung für die Kopfbedeckung „Kagel", die früher in Dithmarschen getragen wurde.



Die Tracht

Die Tracht besteht aus der Kagel und dem Kleid mit Schört, Vorhemd, Hemdsmauen, Nesendook, einem Gürtel mit Fibel als Verschluß, Taschenbeutel und einer Hofleiste mit Silberknöpfen, an der man den Besitzreichtum sichtbar machte. Diese Tracht hat nachweislich im 16. Jahrhundert die Frau von Marcus Swyn getragen. Marcus Swyn war um 1559 einer der 48 Landsherren von Dithmarschen, wohnhaft in Lehe bei Lunden. Ein Gemälde von ihm und seiner Frau aus dem Jahre 1552 hängt im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf. Dank der Aufzeichnung des Chronisten Johann Adolph Köster, bekannt unter dem Namen Neocorus, konnten die Trachten nach dieser Vorlage neu geschneidert werden. Die Gründung und Leitung einer Trachtengruppe machte sich Edith Schoof aus Wellinghusen zur Aufgabe. Der Anlaß für die Gründung war die 700 Jahrfeier von Wöhrden im Jahr 1981. Tanzfreudige Frauen aus dem Verein der Landfrauen Wöhrden trafen sich wöchentlich zum Üben und Einstudieren von Volkstänzen. Inzwischen vertreten die Wöhrdener Kageln die Dithmarscher Tradition in ganz Schleswig-Holstein zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel beim Historischen Marktfrieden in Heide.



Tracht zeigt: "Uns geht's gut"

Bestandteile des traditionellen Gewandes:

Mantelkleid aus schwarzem Tuch, vorne offen, gefüttert mit rotem Taft Der Übermantel nennt sich „Schört". Zwei Silbeschließen halten den Rock zusammen.

von Fibel oder Gürtelschließe gehaltener Gürtel

links am Gürtel der „Hofstriepen": Zierstreifen aus schwarzer Seide mit Filigran Silberknöpfen als Besitzbeweis

rechte Gürtelseite: weiße, mit Spitzen verzierte „Nesendok" und Pompadour aus schwarzer Seide

„Hemdsmoven" genannte Ärmel-Enden, ursprünglich Pelz, später Samt und Brokat „Bostdok" aus Brokat

Unter dem Schört das „Vorhemd" mit Falten oder Biesen

Kopfbedeckung „Kagel": Kappe aus schwarzem Tuch und roter Seide, die auf die Schultern fällt. Die linke Seite ist rot, die recht schwarz; auf der rechten Seite Filigranknöpfe entsprechend der Zahl der Kinder

Unter der Kagel die Haube (für verheiratete Frauen) beziehungsweise ledernes Band (unverheiratete Mädchen und Frauen)

Reiche Verzierung mit Filigranknöpfen. Besonderer Schmuck: Dithmarscher Bauernkette

Die Farben Rot und Schwarz gelten als die Farben der Dithmarscher Freiheit. Bei dem Schmuck, der die Zahl der Hektar anzeigt, mischen sich allerdings Dichtung und Wahrheit sehr stark.





Wir sind die Wöhrdener Kageln, eine historische Trachtengruppe, benannt nach unserem "Kirchspiel Wöhrden" und unserer Kopfbedeckung, der "Kagel". Auf einem Gemälde, das noch heute im Dithmarscher Landesmuseum betrachtet werden kann, ist unser Festtagskleid erstmals zu sehen. Es stammt aus dem Jahr 1552; Trägerin ist Frau Heine Swyn, Gemahlin des damaligen angesehenen und geachteten 48. Dithmarscher Regenten Markus Swyn aus Lehe bei Lunden.

Das Festtagskleid besteht aus der schwarzen "Schört" und dem weißen "Vörhemd", gehalten von einem schwarzen Gürtel, den eine "silberne Fiebel" schließt. Der rautenförmige "Taschenbeutel" und ein "Ziertaschentuch" sowie die "Hofleiste" (je nach Landbesitz) mit Silberknöpfen verziert, hängen an dem Gürtel. Der vordere Einsatz und die Ärmelabschlüsse (die sogenannten "Hemdsmauen") waren früher aus rotem Brokat. Auch ziert eine "Dithmarscher Filigrankette" jede Trägerin.

Die Farben der Kopfbedeckung, halb rot und halb schwarz, stehen für "Frieden" und "Freiheit".
An ihrer linken, der schwarzen Seite kann der Betrachter eine Vielzahl von Silberknöpfen entdecken, die die Kinderzahl der Trägerin verrät.

Wir üben Volkstänze aus verschiedenen Gegenden und hoffen, daß es bei unseren zahlreichen Auftritten gelingt, etwas von der von uns empfundenen Freude auf unsere Zuschauer zu übertragen.
Ansprechpartner: Elke Peters

Kageln geehrt