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Die Nordsee

ist ein Randmeer des atlantischen Ozeans und bekommt auf Grund des Golfstroms warmes Salzwasser aus dem Äquatorbereich zugeführt. Deshalb leben besonders viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten in der Nordsee.

In der Nordsee gibt es Ebbe und Flut, dass heißt, dass sechs Stunden der Wasserspiegel steigt (Flut) und dann sechs Stunden wieder sinkt (Ebbe). Ein Teil der Nordsee, das Wattenmeer, fällt bei Ebbe trocken und wird bei Flut überspült - hier leben besonders viel verschiedene Arten.

Die Nordsee ist aber nicht nur für die Umwelt wichtig, sie wird auch vom Menschen stark genutzt. Viele Schiffe nutzen die Nordsee als Weg zur Ost, und zu Flüssen, Kanälen, Hafen. Nahezu alle beliebten Konsumfischarten sowie Nordseegarnele und Speisemuschel kommen in der Nordsee vor un werden auch größtenteils dort gefischt. Des Weiteren ist die Nordsee nicht nur beliebtes Urlaubsgebiet, sondern wird auch als Müllkippe genutzt: Zahlreiche giftige Einleitungen (auch durch Flüsse) sowie Klärschlamm, Schiffsabfälle (auch Öl), Bohrinselbetrieb, Tourismusmüll (Dosen, Verpackungen,...), Militärübungsreste (Panzer, Raketen, etc.), radioaktive Stoffe, Dünger, und vieles mehr bringen das Gleichgewicht der Nordsee ins Wanken...

Durch diese Belastungen des hochempfindlichen Seegebietes ist die Artenvielfalt bedroht, da die Nordsee, insbesondere das Wattenmeer, die Kinderstube ist für viele Tierarten, die später anderswo Teil des ökologischen Gleichgewichts sind - und auch beim Vogelzug ist das Wattenmeer unerlässliche „Auftankstation" vor dem anstrengenden Flug nach Süden.

Ebbe und Flut entstehen durch die Anziehungskraft des Mondes, sie werden auch Gezeiten genannt. Der Mond wandert am Tag ungefähr einmal um die Erde und dort, wo er sich befindet, zieht er die Wassermassen an. Durch die Fliehkraft bildet sich nicht nur dort, sondern auch auf der anderen Erdseite ein Flutberg, an den Seiten sind Ebbetäler, weil dort das Wasser weggezogen wurde.

Zweimal im Monat, bei Vollmond und bei Neumond, stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie, so dass die Anziehungskräfte von Sonne und Mond zusammen besonders hohe Flutberge und besonders tiefe Ebbetäler bewirken, dies wird Springtide genannt.

Bilden Sonne, Erde und Mond aber einen rechten Winkel, so heben sich Sonnen- und Mondanziehungskraft fast auf und die Flutberge sind besonders flach und die Ebbetäler sind nicht sehr tief: die so genannte Nipptide.

Das Vorhandensein von Ebbe und Flut war und ist an der südlichen Nordseeküste wichtig für die Entstehung des Wattenmeeres.

Gezeiten:

Durch die Anziehungskraft des Mondes und die Fliehkraft des Systems Erde-Mond entstehen die Gezeiten Zweimal täglich läuft das Wasser auf (= Flut), bis es seinen Höchststand erreicht (Hochwasser) und läuft dann wieder ab (= Ebbe) bis zum niedrigsten Stand (= Niedrigwasser) Der Abstand zwischen zwei Hochwassern beträgt allerdings nicht 1 Stunden, sondern 12 Stunden und 25 Minuten Dadurch findet eine tägliche Verschiebung der Gezeiten um etwa 50 Minuten statt. Ist also an einem Tag um 12 00 Uhr Hochwasser; tritt es nachts um 0.25 Uhr und am nächsten Tag um 12.50 Uhr auf usw.

Die Differenz zwischen Mittlerem Hochwasser (MHW) und Mittlerem Niedrigwasser (MNW) ist der mittlere Tidenhub; er beträgt im Nordfriesischen Wattenmeer 2-3 Meter

Springtide:

Stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie (bei Voll- und Neumond), addieren sich die Anziehungskräfte der beiden Himmelskörper, so dass die Gezeitenbewegung verstärkt wird die Flut läuft höher auf und die Ebbe tiefer ab als normal.

Nipptide:

Stehen Sonne, Erde und Mond im rechten Winkel zueinander (jeweils bei Halbmond), schwächen sich die Anziehungskräfte gegenseitig, so dass die Gezeitenbewegung geringer wird das Hochwasser ist niedriger und das Niedrigwasser höher als normal.

Da die Gezeiten an unserer Küste nicht im Wasserkörper der Nordsee selbst entstehen, sondern von der Gezeitenbewegung des Atlantischen Ozeans erzeugt werden, kommt es bei Spring- und Nipptide zu einer Verzögerung gegenüber den astronomischen Erscheinungen um 3 Tage