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IV. Ziele und Maßnahmen im Überblick

1. Allgemeine Rahmenbedingungen
2. Ortsbild
3. Natur und Umwelt
4. Verkehr
5. Kultur-, Sport- und Freizeitangebot
6. Das gewerbliche Angebot
7. Gemeinsamer Auftritt nach außen / Gemeinsames Handeln

1. Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Grundversorgung in Wöhrden ist derzeit zwar gesichert, aber durch wirtschaftliche Entwicklungen - wie etwa die Schließung des Edeka-Ladens - ständigen Marktänderungen ausgesetzt. Um diesen Gefahren zu begegnen und im Hinblick auf die positive Ortsentwicklung, ist es das Ziel der Gemeinde, die Grundversorgung auch zukünftig zu erhalten und nach Möglichkeit auch zu verbessern. Dazu müssen die vorhanden Infrastruktureinrichtungen laufend überprüft und den Bedürfnissen von Einwohnern und Gästen angepasst werden. So wird mit der geplanten Niederlassung eines Zahnarztes bereits ein Teil der medizinischen Versorgungslücke geschlossen. Anzunehmen ist, dass das damit verbundene größere Angebot an ärztlicher Versorgung auch eine erhöhte Nachfrage nach Medikamenten vor Ort nach sich zieht. Die Einrichtung einer Apotheke würde das medizinische Angebot daher sinnvoll abrunden. Ein wesentlicher Punkt im Zusammenhang mit der Grundversorgung ist das fehlende Lebensmittelgeschäft. Das Frischemobil kann den Bedarf nur unvollständig decken und sollte daher durch einen fest installierten Laden ergänzt werden.

Einheimischen und Gästen steht zurzeit nur ein öffentliches WC im Ortskern zur Verfügung. Eine zweite öffentliche Toilette z.B. in der Nähe des Friedhofs kann diesen Engpass ausgleichen.

Die Jugendarbeit in Form von Vereinen und Verbänden hat von jeher eine wichtige Rolle in der Gemeinde- und Kirchenarbeit gespielt und soll auch in Zukunft ein wichtiges Standbein zur Förderung der Wöhrdener Jugend sein. Zur Erweiterung der ehrenamtlichen Jugendarbeit, muss vor allem das Engagement der Beteiligten z.B. durch Ehrung / Anerkennung oder die Ansprache und Einbindung der Eltern gefördert werden.

Wie in vielen anderen Gemeinden ist auch in Wöhrden der Anteil der älteren Generation an der Gesamtbevölkerung relativ hoch (30,4%). Dieser Tatsache muss durch entsprechende Angebote z.B. auf dem Wohnungsmarkt Rechung getragen werden. In Wöhrden sollen insbesondere Maßnahmen zur Schaffung einer optimalen Wohnsituation bzw. von optimalen Betreuungsangeboten ergriffen werden. Auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtete Wohnungen sind bereits vorhanden und werden auch vorzugsweise an diese vermietet. Durch die Diakonie werden hilfebedürftige Menschen häuslich betreut. In diesem Bereich sind noch Erweiterungen durch private Betreuungsleistungen denkbar. Der bereits geplante Bau eines Seniorenheims wird von der Gemeinde ausdrücklich befürwortet und soll daher weiter vorangetrieben werden. Dabei muss zunächst sichergestellt werden, dass eine Nutzung des Heims auch langfristig gewährleistet werden kann.

Ziele

- Sicherung der Grundversorgung auch in Zukunft
- Verbandsgebundene Jugendarbeit auch in Zukunft als wesentliches Standbein
- Optimale Wohnsituation / Betreuungsangebote für Ältere
- Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Niederlassung eines Zahnarztes geplant
- Häusliche Pflege durch Diakonie
- Seniorenheim in Planung
- Auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtete Wohnungen
- Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

Betreuungsangebote für die vorhandenen altengerechten Wohnungen
Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

Infrastruktureinrichtungen verbessern (z.B. Lebensmittelgeschäft, Apotheke, zweites öffentliches WC in Friedhofsnähe)
Förderung des ehrenamtlichen Engagements (z.B. mehr Ehrung / Anerkennung, Ansprache der Eltern)
Bau des Seniorenheims vorantreiben (z.B. ausdrücklich befürworten, Nutzung als Seniorenheim langfristig gewährleisten)


2. Ortsbild

Der Ortskern mit den historischen Gebäuden und den charakteristischen kleinen Arbeiterhäusern prägt das Bild der Gemeinde Wöhrden. Allerdings findet man vereinzelt immer noch gestalterische Sünden - wie etwa das Teeren von Straßen oder den untypischen Umbau von Häusern -, die in der Regel aus Kostengründen begangen wurden. Um die kennzeichnenden Merkmale des Ortes zu erhalten, sollen die historischen Gebäude, die typischen kleinen Arbeiterhäuser und die Straßen optimal entwickelt werden. Eine wesentliche Maßnahme insbesondere im Hinblick auf die Gebäude ist die Erarbeitung einer Bausatzung durch Fachleute wie z.B. durch Architekturstudenten. Diese sollte den Erhalt, die Wiederherstellung sowie die Verhinderung von Abriss der charakteristischen Gebäude beinhalten und dabei noch genügend Spielraum für den Bauherren lassen. Zu enge Vorschriften könnten Käufer abschrecken, zu hohen Kosten für den Bauherren führen oder - wie in vielen anderen Orten - sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit den Eigentümern führen.

Um dies zu vermeiden, sollte ein Mittelweg bei der Gestaltung einer Bausatzung gefunden werden. Aber auch kleinere Maßnahmen, die mit wenig Aufwand umgesetzt werden können, leisten einen Beitrag zur Verschönerung des Ortskerns. So sollte jeder Hauseigentümer bei geplanten Umbaumaßnahmen zunächst den Rat von Fachleuten einholen, um Bausünden von vornherein zu vermeiden. Die Außenlampen der Kirche sind derzeit auf Stangen montiert und werden durch die leichte Erreichbarkeit häufig zerstört. Außerdem lassen sie sich nur schwer ausrichten. Bodenstrahler könnten diese Probleme lösen und sind auch optisch ansprechender.

Eng verbunden mit den Gebäuden sind die Straßen und Bürgersteige, deren Aussehen wesentlich zur Attraktivität des Erscheinungsbildes des Ortes beitragen und den historischen Charakter des Dorfes unterstreichen kann. Daher plant die Gemeinde bereits die einheitliche Gestaltung der Bürgersteige im Zuge der Sanierung und verschiedene Straßen werden ausgebessert. Diese Vorgehensweise soll auch in Zukunft weiter verfolgt werden. Fehlen die finanziellen Mittel für eine umfassende Sanierung, sollen die Straßen nicht geteert sondern zunächst nur ausgebessert und die eigentliche Gestaltung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Dabei kann das Kopfsteinpflaster unter den Teerdecken gesammelt und wieder verwendet werden.

Wöhrden ist mit hervorragenden Grünflächen und dem Park ausgestattet. In einigen Bereichen besteht im Hinblick auf Pflege und Gestaltung allerdings noch Verbesserungsbedarf. Schön gestaltete Wege, Straßen, Plätze und Anlagen durch Bepflanzung ist daher das Ziel der Gemeinde. Insbesondere die Straßen „Hafenstraße" im unteren Bereich („Lappen") und „Neuer Weg" sind stark überholungsbedürftig. Kopfsteinpflaster, Rosen und die Begrünung der Garagen könnten z.B. zur Verschönerung im unteren Teil der Hafenstraße führen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Bepflanzung zwischen Bürgersteig und Fahrbahn, deren Machbarkeit allerdings zunächst geprüft werden müsste. Die Bezeichnung „Neuer Weg" ist irreführend. Da sich an der Straße die alte Ziegelei befindet, wurde sie vor der offiziellen Namensgebung von den meisten Einwohnern „Ziegeleiweg" genannt. Auch heute hat dieser Name immer noch Bestand und sollte daher auch amtlich genutzt werden.

Außerdem sind Baumbepflanzungen am „Neuen Weg" sowie am „Wischweg" zwischen Neuenwisch und Wackenhusen wünschenswert.

Der Feuerwehrteich präsentiert sich bisher wenig attraktiv. Er sollte daher flacher angelegt werden, eine andere Form erhalten und eher als Platz zur Erholung und Entspannung dienen. Die Funktion des Löschteiches kann im Gegenzug der Teich in der Meldorfer Straße übernehmen. Auch die Gestaltung des Parks ist noch verbesserungsbedürftig. Nach einer Entwässerung könnte der Park durch das Aufstellen von Bänken und Tischen auch als Radwanderrastplatz genutzt werden. Denkbar ist weiterhin die Vorbereitung des Platzes oberhalb der Bushaltestelle als Grillplatz. Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Gemeinde eine Kontrollmöglichkeit über die Nutzung des Platzes behält, insbesondere auch, um Ordnung und eine ansehnliche Optik sicher zu stellen. Möglich ist, dass nur gegrillt werden kann, wenn dies bei der Gemeindeverwaltung angemeldet und das entsprechende Zubehör ausgeliehen wurde.

Weitere Maßnahmen zur Erreichung des Zieles „Schön gestaltete Wege, Straßen, Plätze und Anlagen durch Bepflanzung" sind die Gestaltung des Sportplatzes und des Materialienparkplatzes. Da die schnell wachsenden Pappeln am Sportplatz inzwischen zu hoch und unansehnlich geworden sind, sollten sie durch reicher belaubte heimische Bäume ersetzt werden, die sich besser in das Landschaftsbild einfügen würden. Die Teerdecke des Materialienparkplatzes passt wenig in das Bild des historischen Ortskerns. Die Gestaltung durch grüne Inseln könnte hier Abhilfe schaffen.

Ziele

- Optimale Entwicklung der historischen Gebäude, typischen kleinen Häuser und Straßen
- Schön gestaltete Wege, Straßen, Plätze, Anlagen durch Bepflanzung
- Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Planung von einheitlichen Bürgersteigen im Zuge der Sanierung
- Ausbesserung von Straßen
- Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

- Bei Renovierung der Häuser Rat von Fachleuten einholen

Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

- Bausatzung für den Ortskern erarbeiten (z.B. in Zusammenarbeit mit Experten - Architekturstudenten)
- Erneuerung der Außenbeleuchtung der Kirche (z.B. Bodenstrahler, prinzipielle Bereitschaft der örtlichen Elektrofirma „Bert - alles elektrisch" die Maßnahme umzusetzen)
- Einheitliche Straßen und Bürgersteige im Zuge der Sanierung (z.B. Kopfsteinpflaster wiederverwenden, kein Teeren von Straßen aus Kostengründen)
- „Hafenstraße" gestalten
(z.B. unteren Bereich („Lappen"), Kopfsteinpflaster, Rosen, Begrünung der Garagen, Bepflanzungsmöglichkeit zwischen Bürgersteig und Fahrbahn prüfen)
- Straßen „Neuer Weg" und „Wischweg" gestalten (z.B. Baumbepflanzung am „Neuen Weg" und am „Wischweg" zwischen Neuenwisch und Wackenhusen, „Neuer Weg" umbenennen in „Ziegeleiweg")
- Feuerwehrteich gestalten (z.B. flacher anlegen, andere Form, nicht mehr als Löschteich verwenden, dafür Teich in der Meldorfer Straße als Löschteich verwenden)
- Park gestalten (z.B. entwässern, Bänke und Tische aufstellen, Nutzung als Radwanderrastplatz, Platz oberhalb der Bushaltestelle vorbereiten, der nach Anmeldung bei der Gemeinde als Grillplatz verwendet werden kann)
- Sportplatz gestalten (z.B. Pappeln durch heimische Bäume ersetzen)
- Materialienparkplatz gestalten (z.B. durch kleine grüne Inseln)


3. Natur und Umwelt

In Wöhrden nimmt die ökologische Ausrichtung einen hohen Stellenwert ein, hat sich aber noch nicht in allen Bereichen vollständig etabliert. Daher sollen erneuerbare Energien sowie nachwachsende Rohstoffe in Zukunft optimal genutzt werden und die Bedeutung der Nachhaltigkeit nach außen vermittelt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. So haben sich in der Gemeinde verschiedene umweltfreundliche Unternehmen (z.B. Biofrost und Colortechnik Stamer) angesiedelt, um Wöhrden herum befindet ein großer Windpark und im Baugebiet 8 wird die ökologische Bauweise befürwortet. Ein Zentrum für erneuerbare Energien, das sich schwerpunktmäßig mit der Gewinnung von Windenergie auseinandersetzen, über die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens informieren und damit die Akzeptanz der Windräder erhöhen soll, ist geplant und angeschoben.

Das Zentrum soll in unmittelbarer Nachbarschaft der Windanlagen entstehen. Da dieses Projekt neben dem Informationstransfer auch als Tagesausflugsziel eine große touristische Bedeutung haben könnte, sollte es weiter vorangetrieben und die Umsetzung beschleunigt werden.

Zu einem schonenden Umgang mit Energieressourcen gehören auch Energieeinsparungsmaßnahmen z.B. die Nutzung energiesparender Beleuchtungskörper. Insbesondere in den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde besteht in diesem Bereich noch Nachholbedarf.

Die im Baugebiet 8 zugelassene Ökobauweise muss weiter durch gezielte Maßnahmen gefördert werden. Hiezu zählen z.B. die spezifische Ausweisung von Ökobaugrundstücken, die Beratung der Bauherren durch ortsansässige Energieexperten (beratende Ingenieure) und das Aufzeigen der Möglichkeiten für ökogerechtes Bauen. Beim Kauf der Grundstücke kann durch die Gemeinde hierzu entsprechendes Prospektmaterial überreicht werden. Beratungsleistungen zur Ökobauweise werden zwar auch vom Naturbauzentrum Meldorf angeboten, aber im Hinblick auf die Förderung der Wöhrdener Firmen sollte diese Beratung eher von einheimischen Firmen durchgeführt werden.

Der durch die Firma Biofrost verursachte Lärm wird von Wöhrdener Einwohnern als negativ empfunden. Bäume und Büsche, die als Wall um das Gelände gepflanzt werden, können dieses Problem lösen.

Zur weiteren Optimierung der Umweltsituation im Dorf sind auch kleinere Maßnahmen erforderlich, die jeder einzelne sofort umsetzen kann. Der zu verschiedenen Zeiten wahrgenommene Geruch aus der Kanalisation im Bereich Heider Straße kann z.B. vermieden werden, indem das Kreisumweltamt verständigt wird, das dann die notwendigen Schritte zur Beseitigung einleitet. Zugeschüttete Gräben und Kuhlen vernichten wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Auch wenn sie landwirtschaftlich nicht mehr genutzt werden, sollten Gräben und Kuhlen zur Erhaltung der Naturräume offen gehalten werden.

Ziele

- Optimale Nutzung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe
- Bedeutung der Nachhaltigkeit vermitteln

Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Zentrum für erneuerbare Energien geplant und angeschoben
- Umweltfreundliche Unternehmen angesiedelt (z.B. Biofrost, Colortechnik Stamer)
- Bau von Windkraftanlagen
- Ökologisches Bauen im Baugebiet 8 zugelassen


Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

- Geruch aus der Kanalisation vermeiden (z.B. Kreisumweltamt verständigen)
- Gräben und Kuhlen offen halten


Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

- Zentrum für erneuerbare Energien weiter vorantreiben
- Energiesparkonzepte für öffentliche Gebäude (z.B. Nutzung energiesparender Beleuchtungskörper)
- Ökobauweise fördern (z.B. Ausweisen von Grundstücken, Beratung der Bauherren durch ortsansässige Energieberater, auf gezielte Beratung in der Gemeinde hinweisen, Möglichkeiten für ökogerechtes Bauen aufzeigen durch Überreichen von Prospektmaterial durch die Gemeinde bei Grundstückskauf)
- Lärmschutz bei der Firma Biofrost (z.B. Bäume und Büsche als Wall um das Gelände pflanzen)


4. Verkehr

Die Verkehrssituation in Wöhrden ist durch den schlechten Zustand einiger Straßen, Mängel in der Verkehrssicherheit und fehlende Hinweisschilder teilweise problematisch. Außerdem ist das Optimum im Fuß- und Radwegebereich sowie in der Parkflächennutzung noch nicht erreicht. Daher hat es sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, durch gestalterische Maßnahmen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu garantieren. Fußgängern und Radfahrern soll ein ausgebautes sowie gekennzeichnetes Wegenetz zur Verfügung stehen. Weiterhin wird eine bessere Nutzung der in der Gemeinde vorhandenen Parkflächen angestrebt.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Schwarzen Weg und in der Claus-Nissen-Straße wurden bereits erste Überlegungen zu den Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung im Bauausschuss der Gemeinde diskutiert. Diese Gespräche müssen weitergeführt werden. Möglich ist z.B. dass im Schwarzen Weg jeweils eine Schwelle am Anfang des Sportplatzes sowie zwischen den Straßen Steindamm und Hafenstraße (Lappen) installiert wird. In der Claus-Nissen-Straße könnten Schwellen oder Kübel zu einer Verlangsamung des Verkehrs und damit zu einer verbesserten Sicherheit führen. Die Chausseestraße und die L153 stellen insbesondere für Fußgänger größere Gefahrenquellen dar. Hier könnten zwischen der Sparkasse und dem Hotel Handelshof, dem Park und der Bushaltestelle Verkehrsinseln, Ampeln oder Zebrastreifen sowie zwischen der Siedlung und dem Friedhof Zebrastreifen Abhilfe schaffen.

Weiterhin ist eine Verlängerung des Fußweges auf der linken der Chausseestraße bis zur Hausnummer 39 Voraussetzung, damit gefährliche Situationen in diesem Bereich von vornherein vermieden werden. Zur Beseitigung der risikovollen Straßenstellen an den Ortseingängen von Wöhrden und Ketelsbüttel aus Richtung Wesselburen und Meldorf sind geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen wie die optische Einengung des Straßenquerschnitts durch den Einbau begrünter Buchten oder das Pflanzen von Büschen und Bäumen sinnvoll. In einigen Bereichen wie z.B. Helgoländer Straße, Karl-Peters-Straße, Schwarzer Weg in Höhe der Hausnummer 6 sind Straßenausbesserungen notwendig, um einen sicheren Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Die in Wöhrden vorhandenen Parkplätze werden nicht optimal genutzt, so dass in einigen Gebieten auch ungekennzeichnete Flächen - meist zum Ärgernis der Anwohner - als Parkmöglichkeiten genutzt werden. Insbesondere zur Sprechstundenzeit der Arztpraxis verwandelt sich der Schwarze Weg häufig in eine große Parkfläche, da auf dem Gelände der Praxis nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und die Patienten ihre Fahrzeuge aber trotzdem möglichst nah abstellen wollen. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, haben die Betreiber der Praxis bereits einen Antrag auf die Zuweisung von mehr Parkflächen an die Gemeinde gestellt. Eine einfache Lösung des Problems wäre die Nutzung des nur 150 m von der Praxis entfernten Materialienparkplatzes oder der am Schwarzen Weg offiziell gekennzeichneten Parkplätze durch die Arztbesucher.

Die vorhandenen Plätze beim Arzt könnten als Behindertenparkplätze ausgewiesen werden, so dass für andere Besucher Parkverbot in diesem Bereich besteht. Natürlich muss ein entsprechendes Hinweisschild auf die Parkmöglichkeiten verweisen. Die bereits zu großen Teilen vernetzten Fuß- und Radwege könnten durch weitere Maßnahmen noch vervollständigt werden. Da Projekte auf dem Gebiet der radfahrer- und fußgängerfreundlichen Infrastruktur durch öffentliche Finanzmittel unterstützt werden, ist jeder aufgefordert Ideen für neue Rad- und Fußwege zu entwickeln, damit sowohl Einheimischen als auch Gästen ein hervorragend ausgebautes Wegenetz zur Verfügung steht. Die Pfadfinder sind hier bereits tätig und legen einen Rentnerwanderweg um den Sportplatz an. Weitere Möglichkeiten sind z.B. der Ausbau der Straße „Neuer Weg" als Radweg in Alleeform oder die Verbindung der Orte bzw. Ortsteile Großbüttel (bei Nagel) - Büttlerdeich und Wöhrden (bei Hagen) -Wackenhusen (bei Wilms) sowie der Straßen Hornsweg - Friedhofsweg als Fuß- und Radweg. Der durch die Windanlagen entstandene Weg („Alter Persenweg") kann hervorragend als Fuß- und Radweg genutzt werden und sollte daher auch als solcher beschildert werden. Gerade auf diesem Gebiet ist eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden sinnvoll. Durch Einbindung neu erschlossener Wege in das mit einheitlichen Schildern versehene Dithmarscher Radwegenetz können sich Touristen im ganzen Kreis orientieren und werden praktisch automatisch auch nach Wöhrden geführt.

Ziele

- Sicherheit für Verkehrsteilnehmer durch gestalterische Maßnahmen
- Vernetzte, ausgebaute und gekennzeichnete Fuß- bzw. Radwege
- Optimale Nutzung der Parkflächen


Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Erste Überlegungen zu den Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung im Schwarzen Weg und in der Claus-Nissen-Straße in der Gemeinde bzw. im Bauausschuss
- Antrag der Arztpraxis auf mehr Parkplätze
- Anlage eines Rentnerwanderweges um den Sportplatz durch die Pfadfinder


Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

- Ideen entwickeln für neue Rad- und Fußwege


Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

- Weiterführung der Gespräche zur Verkehrsberuhigung im Schwarzen Weg und in der Claus-Nissen-Straße (z.B. Schwarzer Weg 2 Schwellen: 1 x Anfang Sportplatz, 1 x zwischen Steindamm und Hafenstraße (Lappen), K.-Nissen-Str.: Schwellen oder Kübel)
- Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger in der Chausseestraße (Verkehrsinsel oder Zebrastreifen oder Ampel bei Sparkasse - Handelshof und Park - Bushaltestelle, Verlängerung des Fußwegs linke bis Hausnummer 39)
- Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger an der L153 (z.B. Zebrastreifen zwischen Siedlung - Friedhof)
Verkehrsberuhigung am Ortseingang aus Richtung Wesselburen (z.B. optische Einengung durch Pflanzen von Büschen und / oder Bäumen)
- Verkehrsberuhigung an den Eingängen der Ortsteile Ketelsbüttel und Wöhrden aus Richtung Meldorf (z.B. Einengung durch begrünte Buchten)
- Straßen ausbessern (z.B. Helgoländer Straße, Karl-Peters-Straße, Schwarzer Weg Nr.6)
- Parksituation beim Arzt verbessern (z.B. Nutzung des Materialienparkplatzes durch Arztbesucher, vorhandene Parkplätze beim Arzt als Behindertenparkplätze ausweisen, ansonsten Parkverbot direkt beim Arzt, Hinweisschild auf die Parkmöglichkeiten Materialienparkplatz und Schwarzer Weg in ca. 150 m)
- Anlegen neuer Rad- und Fußwege (z.B. Radweg Neuer Weg als Allee anlegen, Großbüttel (Nagel) - Büttlerdeich, Wöhrden (Hagen) - Wackenhusen (Wilms), Hornsweg - Friedhofsweg als Fuß-/Radweg verbinden, Einbindung in das Radwegenetz des Kreises)
- Beschilderung von Rad- und Fußwegen (z.B. durch die Windanlagen entstandener Weg „Alter Persenweg")


5. Kultur-, Sport- und Freizeitangebot

Das auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtete Kultur-, Sport- und Freizeitangebot ist umfangreich, was sich unter anderem in dem regen Vereins- und Verbandsleben widerspiegelt. Verbesserungsbedarf besteht lediglich im Veranstaltungsbereich, in spezifischen Angeboten z.B. für die junge Generation oder für Gesund
eitsbewusste sowie in der intensiven Pflege von Traditionen und kulturellen Besonderheiten des Ortes. Die Ziele der Gemeinde bestehen dabei in erster Linie in der Fortführung und Weiterentwicklung des kulturellen Lebens auf dörflich hohem Niveau, der Bereithaltung eines guten Angebotes für Kinder, Jugendliche und Senioren und in der Pflege der plattdeutschen Sprache.

Viele gesellige Freizeitmöglichkeiten, die teilweise schon seit Generationen lebendig sind, werden in Wöhrden bereits hauptsächlich in Trägerschaft der Vereine und Verbände angeboten. Dazu gehören z.B. das aus dem Mittelalter stammende Ringreiten, das regelmäßig vom Wöhrdener Ringreiterverein veranstaltet wird, das Bürgervogelschießen des Sportvereins, der Jahrmarkt vom Handels- und Gewerbeverein oder das Parkfest der Freiwilligen Feuerwehr.

Da sich neben dem Sportplatz (Spiel ohne Grenzen) überwiegend der Park als Austragungsort mit besonderem Ambiente für verschiedene niveauvolle Veranstaltungen (z.B. Jazz, Maritimer Abend) im Dorf etabliert hat und die Angebote unter freiem Himmel sowohl bei Einheimischen als auch bei Gästen großen Anklang finden, sollte er in der Ferienzeit auch möglichst an jedem Wochenende für Aktivitäten (z.B. Musik-Veranstaltungen, Kinderfeste, Dorffeste) genutzt werden.

Jeder ist hier aufgefordert Ideen für die Erweiterung der bisherigen Angebote und Veranstaltungen für innen und außen zu entwickeln. Möglich ist z.B., dass die Proben der Feuerwehrkapelle im Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um einerseits den Park noch intensiver zu nutzen und andererseits das Angebot an Aktivitäten zu verbreitern. Außerdem könnte das Spiel ohne Grenzen als Städteturnier organisiert und eine feste Größe im Veranstaltungskalender werden. Da der Zustand der Minigolf- Anlage stark verbesserungsbedürftig ist, sind Gespräche mit dem Eigentümer zur Pflege des Geländes und der Anlage notwendig, damit auch dieses Freizeitangebot wieder regelmäßig genutzt werden kann. Zwar sprechen viele bereits stattfindende Veranstaltungen in Ansätzen auch die Jugendlichen des Dorfes an, spezifische Feste, Einrichtungen und Angebote für die junge Generation fehlen jedoch. Der Sportverein will hier Abhilfe schaffen und plant neben der Sportplatzanlage die Errichtung eines Mehrzweckplatzes, der verschiedene Nutzungen wie z.B. Tennis, Fußball, Basketball und im Winter Eislaufen zulässt. Auch Nicht-Vereinsmitgliedern soll der Fun-Court gegen Gebühr zur Verfügung stehen.

Da die regelmäßigen Verabredungen der Jugendlichen im Buswartehäuschen den Bedarf an einem Anlaufpunkt erkennen lassen, sollte über die Gestaltung eines Jugendzentrums im Sinne einer Erweiterung des bisherigen Treffpunktes nachgedacht werden. Wichtig dabei ist, dass die jungen Menschen in die Planungen einbezogen, ihre Gestaltungswünsche (z.B. Billardspiel, Tischtennis, Computer o.ä.) berücksichtigt werden und die neue Anlaufstelle tatsächlich von der Jugend angenommen und genutzt wird. Bevor ein derartiges Projekt angeschoben werden kann, müssen natürlich die Fragen der Finanzierung, einer möglichen Bezuschussung aus öffentlichen Mitteln oder durch Sponsoren sowie der erforderlichen Beaufsichtigung des späteren Jugendzentrums geklärt werden. Möglicherweise können durch eine Kooperation mit örtlichen Gastronomiebetrieben sogar vorhandene Räumlichkeiten genutzt werden. Weiterer Handlungsbedarf besteht in der Gemeinde im Bereich Jugendveranstaltungen. Hier gibt es zwar schon eine Reihe von Angeboten, es fehlen aber spezifische Höhepunkte, die im Verlauf eines Jahres von Zeit zu Zeit stattfinden. Auch hier ist wieder die aktive Beteiligung der Betroffenen in Bezug auf die Organisation gefragt, damit nicht am Bedarf der Jugendlich vorbei konzipiert wird. Möglich ist, bereits bestehende Veranstaltungen um diese speziellen Highlights zu erweitern. Beginnt man dabei z.B. mit dem Parkfest der Feuerwehr, könnte der Veranstaltungsplan schon im nächsten Jahr (Redaktionsschluss: Oktober 02) um diese Neuheit erweitert werden.

Neben den Jugendlichen sind auch die ganz kleinen Einwohner und Gäste eine wichtige Zielgruppe in der Gemeinde. Freizeitmöglichkeiten für Kinder wie Spiel- und Sportwochenenden, Kinderfeste, Kindertheater, regelmäßige Spielangebote, Ponyreiten oder auch ein Mini-Zoo wären z.B. eine sinnvolle Ergänzung zu dem bisherigen Angebot. Teilweise könnten auch hier die im Dorf vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden. So könnten Bauernhöfe, Reiterhöfe oder der Ringreiterplatz einmal in der Woche zum Ponyreiten genutzt werden. Im Zusammenhang mit den Reitangeboten sollten auch Spiele eine regelmäßige Größe im Veranstaltungskalender sein, bei denen sowohl einheimische Kinder als auch Gäste im Park bzw. im Pavillon des Parks, im Kindergarten oder in den Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung betreut werden. Für Kinderfeste mit historischen Kinderspielen und für ein Kindertheater eignet sich ebenfalls der Park hervorragend. Ein Mini-Zoo mit Enten, Ziegen, Schafen usw. könnte auf einem Bauernhof der Gemeinde eingerichtet werden. Um die vorhandenen Spielplätze in einem zeitgemäßen, den Bedürfnissen der Kinder entsprechenden Zustand zu erhalten, müssen möglichst jedes Jahr regelmäßig Haushaltsmittel für die Gestaltung der Plätze bereitgestellt werden. Zwar gibt es in Wöhrden einige Wellnessangebote, es fehlt aber ein Zentrum mit einem Komplettangebot verschiedener aufeinander abgestimmter Leistungen, das die Bedürfnisse der gesundheitsbewussten potentiellen Nutzer befriedigt. Hierzu müssen Investoren gefunden werden, die zunächst das Potential bzw. die Machbarkeit eines derartigen Zentrums bewerten.

In erster Linie muss sorgfältig geprüft werden, ob die in der Umgebung der Gemeinde (z.B. Büsum, Heide) vorhandenen Wellnessangebote ausreichen, um die Nachfrage der Wöhrdener Einwohner und Gäste abzudecken oder ob ein Bedarf an weiteren Einrichtungen erkennbar ist. Ziel dieser Prüfung ist es, vor der Errichtung eines weiteren Wellness-Zentrums Sicherheit über die Erfolgsaussichten zu erlangen. Plattdeutsch ist eine kulturelle Besonderheit in Dithmarschen und sollte daher auch in Wöhrden durch eine ständige Präsenz intensiv gepflegt werden. Platt im Alltag zu sprechen, Kindern und Eltern die Sprache näher zu bringen, damit sie auch in den nachfolgenden Generationen lebendig bleibt und natürlich die Formulierung des Wöhrdener Leitbildes auf Platt sind dabei einige Möglichkeiten, um dieses Ziel zu erreichen. Der Bereich Kultur-, Sport- und Freizeit kann durch eine enge Kooperation mit den Nachbargemeinden qualitativ weiter ausgebaut werden. So können durch bessere Terminabsprachen für Veranstaltungen und eine gemeinsame Publikation in verschiedenen Medien Überschneidungen vermieden und noch mehr Interessierte aus der Umgebung angezogen werden. Eine Reihe von Angeboten (Gesundheitsangebote, Musikveranstaltungen, Naturerlebnisse usw.) können auch als Ergänzung zu denen anderer Orte konzipiert werden, so dass eine Lücke geschlossen und damit das Gesamtpaket noch attraktiver wird.

Ziele

- Fortführung und Weiterentwicklung des kulturellen Lebens auf dörflich hohem Niveau
- Gutes Angebot für Kinder, Jugendliche und Senioren
- Pflege der plattdeutschen Sprache


Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Vereine und Verbände als wesentliche Träger der geselligen Angebote (z.B. Bürgervogelschießen SVW, Gemeindefest KIRCHE, Jahrmarkt H&G, Parkfest FF, Ringreiten RV, Spiel ohne Grenzen SVW, Weihnachtskonzert CHOR, Weihnachtsmarkt H&G)
- Viele niveauvolle Veranstaltungen (z.B. Jazz im Park, Maritimer Abend im Park, Spiel ohne Grenzen)
- Vorplanungen für einen Mehrzweckplatz (Fun-Court) durch den Sportverein (z.B. neben der Sportplatzanlage, auch für Nicht-Vereinsmitglieder gegen Gebühr nutzbar, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten wie Tennis, Fußball, Basketball, Eislaufen)


Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

- Ideen für neue Veranstaltungen entwickeln (z.B. Erweiterung der bisherigen Musik-Veranstaltungen, geplante Proben der Feuerwehr-Kapelle im Park der Öffentlichkeit zugänglich machen)
- Spiel ohne Grenzen als Städteturnier erweitern
Verbesserung der Minigolf-Anlage (z.B. Zustand des Geländes und der Anlage verbessern, regelmäßig pflegen, Gespräche mit Eigentümer führen)
- Platt präsent machen (z.B. Platt im Alltag sprechen, Elterngeneration umwerben, Kinder umwerben, Leitbild auch auf Platt)


Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

- Park in Ferienzeit möglichst an jedem Wochenende für Aktivitäten nutzen (z.B. Musik-Veranstaltungen, Kinderfeste, Dorffeste)
- Jugendzentrum / gestalteter Anlaufpunkt für die Jugend (z.B. Buswartehäuschen erweitern?, Raum mit Billardspiel,
Tischtennis, Computer etc., Aufsicht erforderlich, Jugend einbeziehen, Finanzierung klären, Bezuschussung, Sponsoren suchen, evtl.
Kooperation mit Gastronomiebetrieben)
- Offene Jugendveranstaltungen als Höhepunkte im Jahresverlauf konzipieren (z.B. an bestehende Veranstaltungen anhängen, Jugendliche an Organisation beteiligen, beginnen mit Parkfest der Feuerwehr, in Veranstaltungsplan 2003 einbauen - Redaktionsschluss: Oktober 02)
- Freizeitangebote für Kinder (z.B. Spiel- und Sportwochenende, Kinderfest, Kindertheater, regelmäßige Spielangebote, Ponyreiten, Mini-Zoo)
- Spielplätze zeitgemäß erhalten (z.B. Jedes Jahr regelmäßig Hauhaltsmittel für die Gestaltung der
Spielplätze bereitstellen)
- Wellness-Zentrum für Wöhrden (z.B. Investor gewinnen, Potential / Machbarkeit durch potentielle
Investoren bewerten lassen)
- Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden (Veranstaltungstermine abstimmen, gemeinsame
Veranstaltungskalender, ergänzende Angebote schaffen)



6. Das gewerbliche Angebot

Insbesondere durch das Gewerbegebiet wurden Ansiedlungen, Existenzgründungen und Betriebserweiterungen gefördert und damit die Zahl der Beschäftigungsmöglichkeiten in der Gemeinde erweitert. Da viele der angesiedelten Unternehmen eine umweltorientierte Ausrichtung erkennen lassen und Wöhrden sich dadurch stark von anderen Gemeinden der Umgebung unterscheidet, eröffnet sich auf diesem Gebiet eine klare Profilierungsmöglichkeit für das Dorf. Ziel ist es, hier anzuknüpfen. Dienstleistungen, Handel und Tourismus sollen als wichtige gewerbliche Standbeine weiter gefördert, weitere Arbeitsplätze geschaffen und die Profilierung der Gemeinde durch eine ökologische Ausrichtung der Betriebe unterstützt werden.

Rund 70 Betriebe, viele davon umweltfreundlich orientiert, haben sich in Wöhrden bereits etabliert und ein weiteres Gewerbegebiet befindet sich in Planung. Hier soll die Ansiedlung weiterer ökologisch ausgerichteter Unternehmen durch aktive Werbung für das neue Gebiet unterstützt werden. Dabei ist es wichtig, dass der ökologische Anspru
h auch nach außen kommuniziert wird. Daraufhin kann nach Ansiedlungswilligen recherchiert und können diese gezielt angesprochen werden.

Durch einen wöchentlichen Markt mit ökologischen Produkten kann die Sicherung der Grundversorgung der Einwohner mit dem Ziel der Umweltorientierung in Einklang gebracht werden. Der Markt sollte zeitgleich mit der Öffnung des Frischemobiles, und wenn die meisten Wöhrdener zu Hause sind (z.B. Freitags am späten Nachmittag) stattfinden. Zudem sind Überschneidungen mit anderen Märkten in der Umgebung zu vermeiden. Anbieter könnten Geschäfte aus dem Ort oder der Umgebung sein (z.B. Wolly Fisch, Rolfs Gemüse, Blumen Calla, Bäcker, Osmann Textilien) und müssten gezielt angesprochen werden.

Das gastronomische Angebot im Dorf ist gut und ist ein wesentlicher Bestandteil der Gewerbelandschaft, kann aber durch Attraktivitätssteigerungen weiter verbessert werden. So gibt es derzeit z.B. nur eine Grillmöglichkeit im Apfelgarten des Gasthofes Oldenwöhrden. Eine Erweiterung dieser Außenplätze oder die ganz neue Einrichtung eines Biergartens im Hotel Handelshof oder im Marschkrug sind Möglichkeiten zur Bereicherung der Gastronomie.

Ein besonders wichtiges wirtschaftliches Standbein stellt der Tourismus im Erholungsort Wöhrden dar. Den Gästen steht derzeit kein zentrales Buchungssystem für die relativ hohe Zahl an Unterkünften zur Verfügung, da die Vermieter des Ortes in verschiedenen Organisationen gemeldet sind. Zwar wurde die im Kreis Dithmarschen verwendete zentrale Buchungssoftware vor ca. 2 Jahren auch auf dem Rechner im Gemeindebüro Wöhrden installiert, wird aber noch nicht eingesetzt. Zur Förderung des Tourismus durch die Gewinnung neuer Gäste stellt die Professionalisierung der Zimmervermittlung eine besonders wichtige Maßnahme dar. Erscheint es Urlaubern schwierig, in Wöhrden ein Zimmer zu suchen oder zu buchen, entscheiden sie sich möglicherweise für einen Ort, in dem alle Unterkünfte übersichtlich dargestellt und die Buchung bequem durch einen kurzen „click" online möglich ist. Um das zu vermeiden, muss Wöhrden sich auf die geänderten Bedürfnisse im Bereich des Buchungsverhaltens der Gäste einstellen. Zunächst ist die Erfassung und übersichtliche Darstellung aller im Dorf vorhandenen Unterkünfte an einer zentralen Stelle notwendig. Der bisherige Zimmernachweis könnte zu diesem Zweck erweitert werden. Hier müssen alle Informationen leicht zu finden und schnell erhältlich sein, was die Nutzung der Buchungssoftware des Kreises, die Erreichbarkeit per E-Mail, Telefon, Fax oder Brief sowie die Ermöglichung eines persönlichen Besuchs erforderlich macht. Alle Informationen für Gäste, die in Papierform vorliegen, müssen auch im Internet auf den Wöhrdener sowie durch Verlinkung auf den Dithmarscher n zu finden sein.

Ziele

- Schaffung von Arbeitsplätzen
- Förderung Handel, Dienstleistung und Tourismus gleichermaßen
- Profilierung durch ökologische Ausrichtung


Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Ansiedlung verschiedener Unternehmen, zweites Gewerbegebiet in Planung
- Zentrale Buchungssoftware vorhanden


Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

- Erweiterung des gastronomischen Angebotes (z.B. Einrichtung eines attraktiven Biergartens, Erweiterung der
Außenplätze des Gasthofes Oldenwöhrden, mögliche Standorte sind auch der Handelshof oder der Marschkrug)


Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

- Unterstützung der Ansiedlung weiterer ökologisch ausgerichteter Unternehmen (z.B. aktive Werbung, - Branchendefinition (Für welche Unternehmen ist Wöhrden interessant?), ansiedlungswillige Unternehmen suchen)
- 1 x wöchentlich Markt mit ökologischen Produkten (z.B. Termin: Freitags am späten Nachmittag, Frischemobil zur
gleichen Zeit, mögliche Anbieter gezielt ansprechen: Wolly Fisch, Rolfs Gemüse, Blumen Calla, Bäcker, Osmann Textilien, sonstige örtliche Geschäftsleute)
- Professionalisierung der Zimmervermittlung (Erweiterung des Zimmernachweises, Erfassung und Darstellung aller
Gästezimmer an zentraler Stelle, Nutzung der zentralen Buchungssoftware des Kreises, leichtes Auffinden und Erreichen der Zimmervermittlung, Informationen auch Online)



7. Gemeinsamer Auftritt nach außen / Gemeinsames Handeln

Die Medien insgesamt sind sowohl gestalterisch als auch inhaltlich nicht auf die der anderen Dithmarscher Orte oder des gesamten Kreises abgestimmt. Die Stärken und damit die Besonderheiten von Wöhrden werden außerdem noch nicht ausreichend vermarktet. Für die Integration neuer Einwohner wird bisher zu wenig getan. Zur Beseitigung dieser Schwächen sind Maßnahmen notwendig, die zur optimalen Gestaltung der Medien, zur Vermarktung der Stärken der Gemeinde und zur Einbeziehung der Neubürger in das Dorfleben von Anfang an beitragen.

Mit der Histour-Beschilderung wurde bereits begonnen, auf die historischen Besonderheiten von Wöhrden aufmerksam zu machen. Dieses gemeinsame Projekt aller Dithmarscher Orte vernetzt alle natur- und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten des Kreises, so dass jede einzelne Besonderheit als Teil einer größeren Einheit einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Ähnliche Vorteile wie beim Histour-Projekt können auch durch die einheitliche Gestaltung der örtlichen Informationsmaterialien erzielt werden. Ein immer wiederkehrendes zwischen den Wöhrdener Informationsmaterialien und auf die Aufmachung der Medien des ganzen Kreises abgestimmtes Layout erhöht den Wiedererkennungswert bei den Nutzern. Wichtig ist, dass in verschiedenen Medien die gleichen Informationen zu finden sind.

So sollten z.B. sämtliche Wöhrdener Vermieter sowohl im örtlichen als auch im Dithmarscher Gastgeberverzeichnis sowie im Internet zu finden sein. Die Stärken des Ortes müssen durch entsprechende Gestaltung hervorgehoben werden. So sollten z.B. die Fließtexte auf der Homepage des Ortes durch große Überschriften, Absätze, Spiegelstriche oder mehr Bilder übersichtlicher und interessanter dargestellt werden.

Von bestimmten Medien wie dem Internet erwartet der Anwender, hier die neuesten Informationen schnell zu finden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss das Internet regelmäßig aktualisiert werden. Die Zuständigkeit hierfür muss klar geregelt sein. Zwei technische Schwächen des Wöhrdener Internet-Auftritts lassen sich sofort beheben: Die für das Zusenden von Informationsmaterial eingerichtete e-mail-Adresse „info@woehrden.de" funktioniert nicht und müsste daher korrekt eingerichtet werden. Auch die Ladezeiten lassen sich optimieren. So braucht die Bildergalerie mehrere Minuten (ISDN), um sich aufzubauen. Der Sprung zurück auf die Startseite ist nur über die untere Symbolleiste möglich, ein Button ist dafür nicht vorgesehen. Die Bilder sind bisher in ihrer Originalgröße gespeichert, und werden vom Browser verkleinert angezeigt. Dadurch kommt der langsame Aufbau zustande. Um das zu vermeiden, sollten die Bilder von vornherein verkleinert gespeichert und anschließend um 10% komprimiert werden. Zwar gehen damit 10% der Bildqualität verloren, dieser Verlust ist aber für den Betrachter kaum wahrnehmbar.

Da Schaukästen der Orientierung für Informationssuchende dienen, sollten sie an einer zentralen Stelle platziert und ebenfalls ständig aktualisiert werden. Eine große Rolle spielt auch der professionelle Druck bei Informationen, die in Papierform vorliegen. Können z.B. Wegbeschreibungen aufgrund der schlechten Qualität wie der Ortsplan im Veranstaltungskalender nicht gelesen werden, erfüllt die Unterlage nicht ihren Zweck, die Investition war umsonst und die Gäste sind verärgert. Neben den herkömmlichen Darstellungsmöglichkeiten könnte ein die spezifischen Merkmale des Ortes verkörpernder Werbeträger wie z.B. der Marktmeister in Heide insbesondere bei Veranstaltungen die Besonderheiten der Gemeinde nach außen transportieren.

Voraussetzung einer erfolgreichen Optimierung der Medien ist die Unterstützung jedes Einzelnen. Geschäftsleute, Vermieter, Vereine und Verbände sind aufgefordert, die neu geschaffenen zentralen Medien für ihre eigene Darstellung intensiv zu nutzen, damit die Angebote und Vorzüge des Ortes möglichst vollständig präsentiert werden können. Die Betroffenen müssen offen sein für gemeinsame Aktionen und auch Kooperationen mit anderen Orten zulassen, damit eine Einheitlichkeit im Gesamtauftritt von Wöhrden erreicht werden kann.

Eine positive Darstellung nach außen steht im engen Zusammenhang mit einer intensiven Pressearbeit. Wird die Presse als Partner betrachtet, in alle wichtigen Geschehnisse einbezogen und immer aktiv informiert, erhöht sich auch die Objektivität in der Berichterstattung. Nur umfassend informierte Journalisten können Themen aus allen Blickwinkeln beleuchten und damit auch sachlich und gut recherchiert nach außen tragen. Von dieser kostenlosen Imagearbeit kann die Gemeinde letztendlich profitieren. Um Neubürger besser in das dörfliche Leben zu integrieren, sollten sie von Anfang an gut über alle Gegebenheiten und Angebote in Wöhrden informiert sein. So sollte von neuen Einwohnern direkt bei der Anmeldung die Einverständniserklärung für die Zusendung von Informationsmaterial eingeholt werden, so dass sie anschließend z.B. mit der Ortssatzung, dem Veranstaltungskalender oder mit Vereins- und Verbandspräsentationen ausgestattet werden können.

Ziele
- Optimal gestaltete Medien
- Vermarktung der Stärken
- Einbeziehung der Neubürger ins Dorfleben von Anfang an


Was haben wir schon umgesetzt bzw. begonnen?

- Histour-Beschilderung


Was kann jeder von uns sofort umsetzen?

- Unterstützung bei der Optimierung der Medien (z.B. zentrale Medien des Ortes für die Darstellung des eigenen Geschäftes nutzen, offen sein für gemeinsame Aktionen, Kooperationen mit anderen Orten zulassen)


Was können wir nur gemeinsam umsetzen?

- Medien einheitlich gestalten (z.B. gleiche Informationen in verschiedenen Medien, gleiches Layout für alle Medien, professioneller Druck, Stärken betonen)
- Informationsmaterial regelmäßig aktualisieren und zentralisieren (z.B. Internet, Schaukästen, Zuständigkeiten regeln)
- Internetauftritt weiter optimieren (z.B. Struktur, überarbeiten der Texte, Ladezeiten bei Bildern durch verkleinern und komprimieren verringern, e-mail-Adresse „info@woehrden.de" korrekt einrichten)
- Geeigneten Werbeträger finden (z.B. ähnlich wie Marktmeister in Heide, muss Besonderheiten des Ortes verkörpern)
- Pressearbeit intensivieren (aktive Informationsweiterleitung, Presse in alle wichtigen Geschehnisse einbeziehen, Presse als Partner betrachten)
- Ausstattung der Neubürger mit Informationsmaterial (z.B. Ortssatzung, Veranstaltungskalender, Vereins- und Verbandspräsentationen, Einverständniserklärung für Zusendung bei Meldung einholen)